Schändungen: Gedenkstätten im Visier der Neonazis

Schändungen: Gedenkstätten im Visier der Neonazis
In Österreich wurden in den Jahren 2020 bis 2023 laut Angaben des Innenministeriums 17 NS-Gedenkstätten geschändet. Kritiker fordern mehr Prävention.

An den Außenmauern des jüdischen Teils am Wiener Zentralfriedhof prangten Hakenkreuze, der Vorraum der Zeremonienhalle brannte komplett aus. Der Brandanschlag, den Unbekannte vergangenen November verübt hatten, sorgte über die Grenzen Österreichs hinaus für Entsetzen. Wer hinter der Schändung des jüdischen Friedhofs steckt, ist bis heute nicht bekannt.

Kein Einzelfall, wie ein Blick in die Statistik zeigt. Die Grünen, konkret die Nationalratsabgeordneten Eva Blimlinger und Olga Voglauer, stellten eine parlamentarische Anfrage an Innenminister Gerhard Karner. Sie wollten wissen, wie viele Schändungen von Gedenkstätten für Opfer des Nationalsozialismus, des Faschismus und des Holocaust es seit 2020 gegeben hat.

Kommentare