Chronik | Österreich
22.08.2018

Salzburgerin stürzte beim Klettern in den Dolomiten in den Tod

25-Jährige fiel vom "Stabeler-Turm" rund 50 Meter in die Tiefe.

Eine 25-jährige Salzburgerin ist gestern, Dienstag, laut Medienberichten beim Klettern an den Vajoletttürmen in den Dolomiten in Trentino-Südtirol (Italien) tödlich verunglückt. Die Polizistin aus Wals-Siezenheim (Flachgau) stürzte am "Stabeler"-Turm rund 50 Meter in die Tiefe und war sofort tot. Ihr Begleiter alarmierte per Handy die Einsatzkräfte. Er blieb unverletzt, erlitt aber einen Schock.

Die junge Alpinistin war mit ihrem Begleiter in einer Zweier-Seilschaft unterwegs. Der Südtiroler Tageszeitung "Dolomiten" zufolge hatten sich die beiden Salzburger gegen 10.45 Uhr gerade vom "Delago"-Turm abgeseilt und einen Standplatz gebaut. Anschließend soll der Begleiter im Vorstieg den "Stabeler"-Turm hinaufgeklettert und dabei von der 25-Jährigen gesichert worden sein. Die Frau hätte nachklettern sollen, war dann aber offenbar nicht mehr am Seil. Als der Mann zum Standplatz zurückkehrte, war seine Seilpartnerin nicht mehr da.

Der genaue Hergang des Unglücks muss noch ermittelt werden. "Retter gehen davon aus, dass sie den Stand abbaute und ihrem Kletterpartner ungesichert hinterherkletterte", berichteten die "Dolomiten". Die Tote wurde vom Rettungshubschrauber "Aiut Alpin" geborgen und nach Tiers geflogen. Die beiden Kletterer waren offenbar seit einigen Tagen in Südtirol unterwegs, sie übernachteten in der "Gartlhütte".

Die 25-Jährige versah ihren Dienst bei der Polizeiinspektion Wals, wie der Bürgermeister von Wals-Siezenheim, Joachim Maislinger, der APA am Mittwoch bestätigte. Die Betroffenheit über das Unglück sei groß. Die beiden Kletterer waren erst heuer in eine Wohnung im Ortsteil Himmelreich übersiedelt. "Die Polizeifamilie trauert um die allseits beliebte Kollegin", hieß es in einem Facebook-Posting der Salzburger Polizei.