Vandalen töteten Bienen

© dpa/Steffen Trumpf

Bakterien
05/17/2016

Salzburg: Schädling vernichtet Bienenlarven

"Amerikanische Faulbrut" grassiert im Pongau / Seuche wird nun bekämpft.

von Thomas Sendlhofer

Ein Schädling bereitet derzeit den Imkern im Salzburger Pongau Sorgen. In den Gemeinden Altenmarkt, Eben, Radstadt und Wagrain wurde in Bienenstöcken die "Amerikanische Faulbrut" festgestellt, bestätigte Landesveterinärdirektor Josef Schöchl einen Bericht des ORF Salzburg.

Dabei handelt es sich laut der Österreichischen Agentur für Ernährungssicherheit um eine hochansteckende bakterielle Infektion der Bienenbrut. Zwischen Ansteckung und ersten Symptomen können einige Monate vergehen.

"Der Schädling befällt ausschließlich die Brut. Diese muss vernichtet werden, um die weitere Ausbreitung zu verhindern", sagt Schöchl. "In einem Radius von drei Kilometern werden nun alle Bienenstöcke kontrolliert." Dies entspreche der Reichweite der Bienen. Für den Menschen ist der Schädling unbedenklich.

Gelassen reagierte der Obmann des Salzburger Landesverbands für Bienenzucht, Wilhelm Kastenauer. "Das ist alles keine Affäre." Die Faulbrut trete alle Jahre wieder auf und sei leicht zu bekämpfen. Auch auf die Qualität des Honigs habe der Schädling keinen Einfluss. "Man kehrt die Bienen von den Waben ab. Das vom Schädling befallene Material wird dann eingeschmolzen und das Volk kann in neuen, desinfizierten Waben wieder aufgefüttert werden", erklärt Kastenauer.

Gefürchtete Milbe

Die Bienenvölker hätten den Winter gut überstanden. "Es hat in Salzburg keine größeren Ausfälle gegeben." Die unter den Imkern gefürchtete Varroamilbe habe sich aufgrund des heißen Sommers über den Winter schlecht entwickelt.

Robert Brodschneider von der Universität Graz untersucht die Winterverluste bei Bienenvölkern wissenschaftlich. Dazu befragt er seit neun Jahren Imker in ganz Österreich. Eine Auswertung soll Ende der Woche vorliegen. Ein Trend sei nicht festzustellen. "Es gibt jedes Jahr Unterschiede, auch regional. Bei der Varroamilbe hängt es immer auch davon ab, wie die Behandlung der Völker gewirkt hat", meint Brodschneider.

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