Blick auf die Stadt Salzburg

© APA/BARBARA GINDL

Salzburg
08/19/2014

"Luxusparkplätze" in neuer Fußgängerzone

Autos parken in Gastronomie-Meile auf Granitstein-Fläche. Kosten: 4.500 Euro je "Parkplatz".

Granitstein statt Asphalt: Um rund 2,5 Millionen Euro hat die Stadt Salzburg die Straßenzüge rund um den Cornelius-Reitsamer-Platz in der Altstadt mit Pflastersteinen attraktiver gemacht. Vor wenigen Wochen wurden die Arbeiten abgeschlossen. In der ebenfalls neu gestalteten Priesterhausgasse ist das Pflaster aber nur teilweise zu sehen: Dort parken Autos der Bewohner auf dem teuren Untergrund.

Die halbe Stadtregierung marschierte auf, als es Ende Juli die Fertigstellung zu feiern gab. Mehrere Straßenzüge in der Fußgängerzone haben eine neue Oberfläche erhalten. Die Priesterhausgasse wurde zur einladenen Gastronomie-Meile, mit einheitlich gestalteten Schanigärten fast bis zum Ende der Gasse. Doch nach der Politik kamen die Autos: Entlang des Priesterseminars reiht sich heute auf dem rund 100 Meter langen Abschnitt ein Auto an das andere.

4.500 Euro je "Parkplatz"

Die APA wollte wissen, wie teuer so ein "Parkplatz" eigentlich war: Eine Abrechnung für das Projekt hat Bau-Stadträtin Barbara Unterkofler (NEOS) zwar noch nicht auf dem Schreibtisch, "laut Kostenschätzung können wir aber von rund 300 Euro je Quadratmeter ausgehen", sagte sie auf Anfrage. Nimmt man eine Stellplatzgröße von sechs mal zweieinhalb Meter an, ergibt sich damit ein Preis von 4.500 Euro je "Parkplatz". Im unteren Bereich der Gasse wird es für die Stadt etwas günstiger, dort haben sich auch vier Hauseigentümer an den Kosten beteiligt, weil dort eigentlich nur Asphalt geplant war.

Längerfristig werden die Autos aber neben den Schanigärten verschwinden. "Ich weiß, dass es schon jetzt für die Bewohner schwer ist, in der Nähe einen Parkplatz zu finden. Wir haben aber in der Umgebung Ersatzflächen und lassen daher die derzeit bestehenden Ausnahmebewilligungen auslaufen", kündigte Verkehrs-Stadtrat Johann Padutsch (Bürgerliste) an. Spätestens in zwei Jahren seien dann sämtliche Autos aus der Priesterhausgasse verbannt.

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