Rüffel für Weihbischof nach Nazi-Vergleich

Andreas Laun hat Homosexualität mit Nazi-Diktatur gleichgesetzt.

Vorweg: Die Äußerungen des Salzburger Weihbischofs Andreas Laun in Bezug auf Homosexuelle haben in der Vergangenheit derart häufig für Aufregung gesorgt, dass Vertreter der Homosexuellen-Initative (HOSI) angesichts des jüngsten Vorfalls nur den Kopf schütteln. "Derartigen Schwachsinn" wolle man nicht mit einem Kommentar würdigen, heißt es auf KURIER-Anfrage.

Laun hat im Kloster Mariawald, Deutschland, einen Vortrag zum Thema "Gender Mainstreaming" gehalten. Er kritisierte darin, dass dies ein "totalitäres System" sei und jeder Kritiker als "homophob" oder "Fundi" beschimpft werde. Er wundere sich, dass sich niemand dagegen wehre und meinte sinngemäß: Unsere Vorfahren würden moralisch verurteilt, dass sie in der Nazi-Diktatur keinen Widerstand geleistet haben. Heute nehme man "sexuelle Desorientierung" und die Tötung ungeborener Kinder aber auch schweigend hin. Zu sagen, sexuelle Vielfalt sei schön, sei so als würde man in einem Behindertenheim behaupten: "So viele schöne Krankheiten."

In einer schriftlichen Stellungnahme betont er: "Ich habe niemanden mit den Nazis verglichen." Er habe in seinem Vortrag nur die Freiheit verteidigt, den Dogmen des Zeitgeistes zu widersprechen. Von Erzbischof Franz Lackner gibt es (ebenfalls per Aussendung) einen Rüffel: "Weltanschauungsfragen dürfen in keinster Weise mit menschenverachtenden Systemen in Verbindung gebracht werden."

( Kurier ) Erstellt am 29.01.2015