Die „Deathstars“ wurden bei dem Brand nicht verletzt.

© /Deathstars

Steiermark
10/25/2014

Reisebus fing im Tunnel Feuer

Mitglieder der schwedischen Metal-Band "Deathstars" entkamen Brand unverletzt.

von Elisabeth Holzer

Eine ungeplante Tour-Pause musste eine schwedische Metal-Band Samstag in der Steiermark einlegen: Der Reisebus der Ikonen der Death-Glam-Szene von "Deathstars" fing mitten im Herzogbergtunnel im Packabschnitt Feuer, dank der raschen Reaktion des Chauffeurs wurde aber niemand verletzt.

Heftiges Hupen und Lichtzeichen entgegenkommender Pkw-Lenker machten den Lenker Samstagfrüh stutzig: So wurde er auf den Brand im Motorraum seines Reisebusses aufmerksam. Der Mann brachte den Bus noch aus der Röhre ins Freie: Nach dem Portal hielt er sofort auf der Seite an und ließ seine 15 Passagiere aussteigen: Keines der Mitglieder der international bekannten Metal-Gruppe, die sich auf Europatournee befindet, wurde verletzt.

Die Passagiere wurden von Feuerwehr und Rotem Kreuz in das nächste Gasthaus gebracht, mussten dort aber länger verweilen: Es war kein Ersatzbus aufzutreiben. Freitagabend war die Gruppe noch in Graz aufgetreten, Samstag stand Mailand auf dem Programm. Dieser Auftritt wurde abgesagt.

Von der Feuerwehr kam unterdessen viel Lob für den Lenker. "Er hat das einzig Richtige getan und versucht, den Bus rauszubekommen", schilderte Kommandant Engelbert Huber vom Bereichsfeuerwehrverband Voitsberg. "Da haben viele glückliche Momente mitgespielt, aber ausschlaggebend dürfte auch gewesen sein, dass er sich schon in der Mitte des Tunnel befunden hat und auch schon das Ende gesehen hat. Bei einem anderen, längeren Tunnel wäre das vielleicht nicht so klar gewesen." Der Herzogbergtunnel im Packabschnitt ist rund zwei Kilometer lang.

Fahrbahn verstellt

Verärgert sind die Feuerwehrleute allerdings wegen rücksichtloser Autolenker, die ihren Einsatz behinderten: Die Rettungsgasse habe nicht funktioniert. "Es ist immer wieder das Gleiche. Vor lauter Gier, noch irgendwie weiterzukommen, wird der Weg verstellt", sagt Huber. "Aber für uns kann es sehr wichtig sein, auch nur zwei Minuten früher am Einsatzort zu sein." Bei Alarmfällen in Tunnels rückt die Feuerwehr von zwei Seiten an. "Ein Teil musste dann durch den Tunnel, um zum Bus zu gelangen, aber der Weg war verstellt", ärgert sich Huber. Das könnte für manche Pkw-Lenker ein Nachspiel haben: Wenn zeitlich für die Einsatzkräfte möglich, "werden natürlich Videos gemacht, damit man einen Beweis hat", sagte Huber.

Brandursache dürfte technisches Gebrechen sein.

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