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Chronik Österreich
02/06/2020

Rauchverbot in Lokalen: 5.791 Kontrollen in Wien und kaum Strafen

Österreichs Wirte halten sich großteils an das Rauchverbot. Beschwerden über Gäste vor Lokalen halten sich noch in Grenzen

Rund 7.700 Gastronomiebetriebe gibt es in Wien. Und damit mehr als in jedem anderen Bundesland. 5.791 Kontrollen hat das Marktamt der Bundeshauptstadt seit der Einführung des generellen Rauchverbots in Lokalen vor drei Monaten auf mögliche Verstöße durchgeführt. Und ist damit einen durchaus rigiden Kurs gefahren.

Gerade einmal 98 Anzeigen hat es in dieser Zeit gegeben. Das Gesetz wurde von den Wiener Gastronomen also fast ausnahmslos eingehalten. Im benachbarten Niederösterreich mit seinen rund 7.200 Gastronomiebetrieben kam es wegen des Rauchverbots zwischen Anfang November und Ende Jänner ebenfalls nur zu 64 Anzeigen – ausgenommen Wiener Neustadt, hier liegen noch keine konkreten Zahlen vor.

Am anderen Ende Österreichs hatte die Mobile Überwachungsgruppe (MÜG) in der Studentenstadt Innsbruck trotz der lebendigen Lokalszene ebenfalls praktisch keine Verstöße zu ahnden. „Bisher gab es 14 Strafbescheide“, sagt MÜG-Chef Elmar Rizzoli. Auch die Beschwerden über zu laute Raucher vor den Lokalen würden sich in Grenzen halten.

Was die Auswirkungen auf das Geschäft der Wirte durch das Rauchverbot betrifft, fällt die Einschätzung von Kammervertretern differenziert aus. Restaurants hätten kaum Probleme. Abend- und Nachtlokale würden aber teilweise über Umsatzeinbußen von 20 bis 30 Prozent klagen, so der Tenor.

 

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