Chronik | Österreich
03.04.2017

Prozess wegen versuchter Vergewaltigung: Sechs Jahre Haft

Vom Vorwurf des versuchten Mordes wurde der Angeklagte freigesprochen.

Der für zwei Tage anberaumte Prozess gegen einen 30-jährigen Pongauer, der im Vorsommer in St. Johann im Pongau eine 21-jährige Kellnerin nach einem Vergewaltigungsversuch in die reißende Salzach gestoßen haben soll, ist bereits am Abend des ersten Prozesstages mit einem Schuldspruch zu Ende gegangen. Der Angeklagte muss für sechs Jahre ins Gefängnis, das Urteil ist bereits rechtskräftig.

Wie Gerichtssprecher Peter Egger der APA mitteilte, fällten die Geschworenen einen Schuldspruch wegen versuchter Vergewaltigung und schwerer Körperverletzung. Außerdem ordnete das Gericht eine Unterbringung des Mannes in einer Anstalt für zurechnungsfähige, aber geistig abnorme Rechtsbrecher an. Einen Mordversuch erkannte die Jury am Montag nicht - bei einem Schuldspruch hätte der Strafrahmen hier zehn bis 20 Jahre betragen.