Die "Smart City" existiert derzeit nur in Plänen

© honorarfrei/Pentaplan

Graz
10/18/2016

Polizei plant neues Grazer Stadtgebiet mit

6000 Menschen in der "Smart City": Deren (subjektives) Sicherheitsgefühl wird berücksichtigt.

von Elisabeth Holzer

Tiefgaragen, in die auch Tageslicht einfällt und die Türen haben, die Sichtfenster besitzen. Es könnte so einfach sein, das Sicherheitsgefühl zu heben, beschreibt Soziologe Günter Stummvoll anhand dieses einen Beispiels.

Solche Maßnahmen könnten in der "Smart City" umgesetzt werden: Das ist jener Stadtteil in Graz, der grob gefasst aus Reininghaus-Gründen und dem Bereich um die Waagner-Biro-Straße besteht. Derzeit wird die "Smart City" geplant.

Allein 2000 Mieter sollen dort wohnen, insgesamt dürften sich in dem neuen Stadtteil im Westen täglich bis zu 6000 Menschen aufhalten, schätzt Bürgermeister Siegfried Nagl, ÖVP. "Die Menschen erwarten von uns, dass das Zusammenleben neu definiert wird. Da spielt auch die Sicherheit eine ganz wichtige Rolle."

Bei der Projektentwicklung schlägt die Stadt samt Wohnbauträgern einen ungewöhnlichen Weg ein: Die Polizei ist schon in der Planungsphase miteingebunden. "Uns geht es darum, dass sich die Menschen sicherer fühlen", begründet Konrad Kogler, Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit.

Kriminalität soll so wenig Chancen bekommen wie möglich, wobei Sicherheitstüren in den Wohnungen allein nicht ausreichen würden. Auch gute Beleuchtung, Begegnungsplätze und für die Eltern einsehbare Kinderspielplätze gehörten dazu, zählt Kogler auf.

Reden mit Nachbarn

Das Sicherheitsprojekt ist noch in der Planungsphase, einige Eckpunkte stehen aber fest, berichtet Polizist Werner Miedl. So seien regelmäßige Treffen von Polizei, Mietern und Gewerbetreibenden vorgesehen, dunkle Garagenabgänge sollen gar nicht erst gebaut werden. "Es geht aber nicht nur um mechanische und elektronische Sicherheit", betont Miedl. "Wir müssen den Leuten wieder beibringen, mehr miteinander zu reden."

Darin sind sich der Polizist und der Soziologe einig: Auch Günter Stummvoll hält eine aufmerksame Nachbarschaft für bedeutend, wenn es um die Abwehr von Kriminalität geht. "Architektur kann helfen, soziale Kontakte zu fördern und Anonymität zu verhindern."

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