Chronik | Österreich
08.11.2017

Polizei kam zum Katzenfüttern: Hanf-Plantage entdeckt

Die steirischen Polizeibeamten wurden gebeten, nach den Katzen zu schauen und fanden dabei 40 erntereife Cannabis-Pflanzen vor.

Polizeibeamte haben am Dienstag im steirischen Bezirk Liezen durch Zufall eine Indoor-Hanfplantage entdeckt. Sie waren zum Katzenfüttern in die Wohnung einer 49-Jährigen in Rottenmann gekommen und stießen dabei auf 40 erntereife Cannabis-Pflanzen, rund 2,5 Kilogramm konsumfertiges Marihuana und schon leere Töpfe. Die Wohnungsinhaberin konnte noch nicht vernommen werden, da sie im Spital liegt.

"Die Wohnungsbesitzerin hatte einen medizinischen Notfall an ihrem Arbeitsplatz und wurde ins Spital gebracht. Wir wurden gebeten in der Wohnung nach den Katzen zu schauen", schilderte Gruppeninspektor Wilhelm Danklmaier gegenüber der APA. Abgesehen von den Katzen haben sie dann eine professionelle Cannabis-Aufzuchtanlage entdeckt.

Gewerbsmäßige Aufzucht

"Es wurden mehr als 40 Marihuana-Pflanzen, die bereits erntereif waren, rund 40 Blumentöpfe von bereits abgeernteten Pflanzen gefunden", wie Danklmaier sagte. Weiters wurden die 2,5 Kilogramm Marihuana sichergestellt, das im Straßenverkauf einen Wert von mehreren Zehntausend Euro hätte. Die Polizei geht davon aus, dass die Aufzucht gewerbsmäßig betrieben wurde. Ermittlungen zu weiteren Abnehmern und Konsumenten laufen.

Die Wohnungsbesitzerin gilt als unbescholten. Sie wurde ins LKH Graz überstellt und war am Mittwoch noch nicht vernehmungsfähig.