Bereitschaftseinheit der Polizei: Seit 2012 im Einsatz
Innenminister Karner mit Beamten der Bereitschaftseinheit
Seit ihrer Gründung im Jahr 2012 ist die Bereitschaftseinheit (BE) Wien ein wichtiger Bestandteil der Wiener Polizei. Als stehende Einheit ist sie rund um die Uhr verfügbar und unterstützt die Regeldienstkräfte insbesondere bei Schwerpunktaktionen. Darüber hinaus sorgt die Bereitschaftseinheit an polizeilichen Hotspots für erhöhte Präsenz und stellt bei plötzlich auftretenden Einsatzlagen rasch verfügbare Kräfte bereit.
2021 auf Bundesländer ausgerollt
Das Konzept der Bereitschaftseinheit wurde im Herbst 2021 auch auf die Bundesländer ausgerollt. Durch die bundesweite Struktur ist insbesondere in kritischen Zeiten eine kurze Reaktionszeit gewährleistet.
„Mit der Bereitschaftseinheit haben wir eine starke und flexible Einheit, die rund um die Uhr zur Verfügung steht und dort zum Einsatz kommt, wo rasch zusätzliche Polizeikräfte gebraucht werden. Sie erhöht die Präsenz im öffentlichen Raum, unterstützt die Kolleginnen und Kollegen im Regeldienst und sorgt damit für mehr Sicherheit und ein stärkeres Sicherheitsgefühl bei den Menschen“, sagt Innenminister Gerhard Karner.
200 Polizistinnen und Polizisten in Wien
Die Bereitschaftseinheit Wien ist in der Einsatzabteilung der Landespolizeidirektion Wien eingerichtet und trägt den Funkrufnamen „TOSCA“. Sie umfasst acht Züge, die in zwei Kompanien gegliedert sind.
Derzeit verfügt die BE Wien über eine Gesamtstärke von 200 Exekutivbediensteten. Davon gehören 120 dem Stammpersonal an, weitere 80 Bedienstete rotieren im Rahmen eines sechsmonatigen Turnus in die Einheit.
Mehr als 940 Festnahmen im Jahr 2025
Im Jahr 2025 wurden durch die BE Wien 5.749 Verwaltungsanzeigen erstattet und 940 Festnahmen durchgeführt. Darüber hinaus erfolgten 29.234 Identitätsfeststellungen, 1.789 Organmandate sowie 642 Anzeigen wegen Verbrechen und Vergehen.
Auch im ersten Halbjahr 2026 war die BE Wien stark gefordert. Bis Ende Juni wurden 3.646 Verwaltungsanzeigen erstattet, 574 Festnahmen durchgeführt und 12.602 Identitätsfeststellungen vorgenommen. Hinzu kamen 839 Organmandate sowie 407 Anzeigen wegen Verbrechen und Vergehen.
Von der Streife zur Unterstützungseinheit
Bei ihrer Gründung am 1. November 2012 bestand die Bereitschaftseinheit Wien aus rund 100 Exekutivbediensteten. Zu den ursprünglichen Schwerpunkten gehörten insbesondere Überwachungs- und Streifendienste in öffentlichen Verkehrsmitteln und an polizeilichen Hotspots. Aufgaben im Großen Sicherheits- und Ordnungsdienst waren zunächst nicht Teil des Einsatzspektrums.
Seit 2019 wurde die Einheit schrittweise für den Großen Sicherheits- und Ordnungsdienst ausgebildet, wenn also größere polizeiliche Einheiten für Großanlässe (Sportereignisse, Demonstrationen, ...) eingesetzt werden.
Die Ausstattung wurde ebenfalls laufend weiterentwickelt. 2018 erfolgte die Einführung des TASER X2, 2020 folgten Body-Worn-Cameras (BWC) sowie die BESI-Komponente. Letzteres steht für „Beweissicherung“, die eine Schlüsselrolle bei der Strafverfolgung spielt: Straftaten werden gefilmt oder fotografiert, die Daten als Beweismittel für den Kriminaldienst bzw. die Staatsanwaltschaft ausgewertet.
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