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Chronik Österreich
08/26/2014

Plüschtier mit Diktator-Ähnlichkeit: Diskriminierung

Streit unter Kolleginnen landete bei der Gleichbehandlungskommission.

Die Verkäuferinnen waren sich nicht grün: Zuletzt grüßten sich die Damen nicht einmal mehr. Doch der Plüschtier-Vergleich mit einem Diktator brachte das Fass zum Überlaufen. Das Spielzeug fiel auf den Boden. Das quittierte die Kollegin mit den Worten: „Der schaut aus wie der Saddam Hussein.“ Was die Verkäuferin mit irakischen Wurzeln als abfällige Bemerkung über ihre Herkunft auffasste. Sie intervenierte beim Betriebsrat. Die Sache landete bei der Gleichbehandlungskommission. Und die urteilte jetzt: Es war tatsächlich eine „Belästigung aufgrund der ethnischen Zugehörigkeit“ und empfahl eine Schadenersatzzahlung.

Schon zuvor waren die Frauen aneinandergekracht. Einmal soll die Beschuldigte gesagt haben: „Geh doch zurück in deine Heimat.“ Ein anderes Mal soll sie die Kollegin vor den Kunden als „Arschloch“ beschimpft haben. Das hätte nichts mit der Herkunft der Kollegin zu tun gehabt, rechtfertigte sich die Beschuldigte. Vielmehr hätte es Streit wegen des unkollegialen Verhaltens der gebürtigen Irakerin gegeben. Diese Rechtfertigung glaubte die Kommission aber nicht.

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