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Perseiden: Berghütten bieten besten Blick auf die Sternschnuppen

Die Naturfreunde haben eine Liste der besten Orte in Österreich erstellt.
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Es zählt zu den bekanntesten und schönsten meteorologischen Ereignissen des Jahres. Jedes Jahr Mitte August dringen die Sternschnuppen der Perseiden in die Atmosphäre der Erde ein und verglühen. Das Himmelsspektakel mit seinen beeindruckenden Leuchteffekten sorgt Jahr für Jahr dafür, dass zig Tausende Schaulustige die Nacht im Freien verbringen um eine möglichst gute Sicht auf den Sternenhimmel zu haben.

Partielle Sonnenfinsternis

Heuer hält der Nachthimmel jedoch eine seltene Besonderheit bereit: Am 12. August lassen sich in Österreich gleich zwei außergewöhnliche Himmelsereignisse an einem Tag erleben. Am Abend ist eine partielle Sonnenfinsternis zu beobachten, bevor in der darauffolgenden Nacht der Perseidenschauer seinen Höhepunkt erreicht.

Wo ist es noch finster?

Am eindrucksvollsten erlebt man das Himmelsspektakel an Orten mit wenig künstlichem Licht. Die Berge und ihre Hütten bieten dafür mit klarer Luft und geringer Lichtverschmutzung ideale Bedingungen. Deshalb haben die Naturfreunde Österreich bereits 2019 in Kooperation mit dem Institut für Soziale Ökologie der Universität für Bodenkultur wissenschaftlich ermittelt, wo es in Österreich noch Flächen mit geringer Lichtverschmutzung gibt.

Die Ergebnisse wurden mit dem Hüttennetzwerk der Naturfreunde verglichen und danach bewertet, welche Hütten günstig liegen, erklärt Regina Hrbek, Abteilungsleiterin für Natur-, Umweltschutz und Hüttenmanagement der Naturfreunde.

In Niederösterreich finden sich sieben Naturfreunde-Hütten auf dieser Liste: Gschwendthütte, Hirschwangerhütte, Naturfreundehaus Knofeleben, Himbergerhaus, Josef-Franz-Hütte, Traisnerhütte, Weichtalhaus. In den Bundesländern stehen das Buchsteinhaus in der Steiermark, die Anton-Dupal-Hütte in Oberösterreich, die Pinzgauerhütte in Salzburg und die Tribulaunhütte in Tirol zum Perseidenschauen bereit.

Gute Sichtbarkeit vom Berg aus

Warum die Berghütten bei Himmelsbeobachtungen eine ganz besondere Rolle spielen, erklärt der Meteorologe der Naturfreunde, Arno Studeregger-Renner. „Lichtverschmutzung hellt den Nachthimmel auf und überstrahlt schwächere Sternschnuppen. Während man in einer hell erleuchteten Stadt oft nur die hellsten Sternschnuppen sieht, sind an einem dunklen Bergstandort ein Vielfaches mehr sichtbar“, sagt der Experte.

Die besten Beobachtungszeiten liegen zwischen etwa 23 Uhr und der Morgendämmerung, wobei die Aktivität in den Stunden vor Sonnenaufgang meist am höchsten ist, weiß der Meteorologe. Er hat auch ein paar wichtige Verhaltensregeln parat: Da die Augen etwa 20 bis 30 Minuten benötigen, um sich vollständig an die Dunkelheit anzupassen, sollte helles Licht – besonders von Smartphones – in dieser Zeit tunlichst vermieden werden. Falls Licht nötig ist, eignet sich eine Taschenlampe mit Rotlichtfunktion, so Studeregger-Renner.

Rücksicht auf Tiere und Umwelt

Was den Naturfreunden wichtig ist, betrifft das richtige Verhalten nachts in der Natur. "Viele Tiere sind besonders nachtaktiv. Deshalb gilt: auf Wegen bleiben, ruhig verhalten und keine unnötigen Lichtquellen verwenden.

Unter www.naturfreunde-huetten.at findet man eine genaue Übersicht aller Naturfreundehütten. Über die Filterfunktion kann man gezielt nach Hütten in jedem Bundesland oder in lichtarmen Regionen suchen.

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