Die Fernpassstrecke in Tirol war nahezu leer gefegt

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Chronik Österreich
04/13/2020

Osterverkehr auf Sparflamme: "So wenig gab es noch nie"

Dass ohne Reisende Staus ausbleiben würden, war klar. Aber auch der Ausflugsverkehr fand in Österreich nahezu nicht statt.

von Christian Willim

49 Unfälle mit 56 Verletzten und einem Todesopfer. Das war die Verkehrsbilanz für das Osterwochenende in Tirol im Vorjahr. Offizielle Zahlen für heuer liegen noch nicht vor. „Wir werden aber bei Weitem unter diesem Wert liegen“, sagt Markus Widmann, Leiter der Landesverkehrspolizei.

Er ist seit 40 Jahren im Geschäft. „Aber so wenig Verkehr gab es noch nie““, lautet sein Fazit für die vergangenen drei Tage. „Auf den Autobahnen und Bundesstraßen waren nur vereinzelt Autos zu sehen“, berichtet Widmann.

Dabei gilt Tirol zu Ostern oder Pfingsten als ein Verkehrshotspot in Österreich, vor allem wenn derart frühsommerliches Wetter Einheimische oder die benachbarten Deutschen zu Reisen nach Italien oder Ausflügen im Bundesland lockt.

Staustrecken ohne Stau

„Normalerweise hätten wir an so einem Wochenende Behinderungen auf allen Durchzugsstraßen“, sagt Widmann.

Realität auf der Inntalautobahn: Stau

Doch typische Staustrecken wie die Fernpassstraße waren nahezu leer gefegt. Ähnlich war das Bild auf Inntal- und Brennerautobahn. Reisen waren aufgrund der Grenzsperren ohnehin nicht möglich. Die Tiroler blieben aber auch sonst weitestgehend zu Hause, lobt der oberste Verkehrspolizist des Landes.

Johann Baumschlager von der Landespolizeidirektion Niederösterreich kann sich da anschließen: „Man kann der Bevölkerung nur gratulieren. Wir hatten keinen einzigen tödlichen Verkehrsunfall.“ Bei üblichen Hotspots wie der Wachau oder Rax/Schneeberg sei es ruhig geblieben.

„Es war ein ruhiges Wochenende. Die Straßen waren so leer wie seit Jahrzehnten nicht“, sagt auch ein Sprecher der Landespolizeidirektion Oberösterreich.

Tödliche Unfälle

Ganz ohne Unfälle ging das Osterwochenende aber nicht ab. Tödlich endete am Sonntagabend etwa eine Motorradfahrt für einen 22-Jährigen im Bezirk Braunau (OÖ). Er kam in Burgkirchen von der Fahrbahn ab und wurde beim Sturz tödlich verletzt.

Ebenfalls in Oberösterreich ist am Ostersonntag eine 69-Jährige gestorben, die mit ihrem Rad in Sattledt eine Kreuzung überqueren wollte, von einem Auto erfasst und zu Boden geschleudert wurde.

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