Osterreisewelle rollte an: Die Hotspots waren im Westen

Schwerpunktaktionen sind auch heuer rund um Ostern geplant. © Bild: APA/BARBARA GINDL

Auf Transitrouten in Salzburg, Tirol und Vorarlberg kam es immer wieder zu Verzögerungen.

Schon ab den Morgenstunden rollte am Samstag die Osterreisewelle auf den heimischen Transitrouten in verstärktem Maße an. Das Zusammentreffen des österreichischen Ferienbeginns mit dem in mehreren deutschen Bundesländern wirkte sich – wie schon in den vergangenen Jahren – deutlich aus.

Vor allem in Westösterreich gab es als Folge der erhöhten Frequenz auf den Straßen immer wieder Staus und zähflüssigen Verkehr. Ihren Höhepunkt erreichte die Reisewelle am Vormittag zwischen 10 und 11 Uhr. "Zu dieser Zeit mussten Verkehrsteilnehmer am Autobahngrenzübergang Walserberg in Salzburg rund eine Stunde Verzögerung in Kauf nehmen", bestätigt ÖAMTC-Sprecher Heimo Gülcher.

Doch auch in Tirol und Vorarlberg gab es Hotspots. Auf der Inntalautobahn (A12) bei Kufstein/Kiefersfelden entwickelte sich etwa in Richtung Rosenheim als Folge der bayrischen Grenzkontrollen ein 15 Kilometer langer Kolonnenverkehr. "Die Situation hat sich gegen Mittag aber wieder beruhigt, weil die deutsche Polizei eine zweite Spur aufgemacht hat, dann ging es deutlich flotter voran", sagt Gülcher.

Wer übrigens in der anderen Fahrtrichtung – von Füssen nach Innsbruck – unterwegs war, musste ebenfalls eine deutlich längere Fahrzeit einplanen.

In Richtung Inntal staute es auf der Fernpass-Strecke (B179). Der Grund dafür war, dass vor dem Lermooser Tunnel der Verkehr immer wieder blockweise angehalten werden musste. Verzögerungen und Staus gab es auch auf der Zillertaler Straße (B169) zwischen dem Inntal und Fügen.

In Vorarlberg kam man auf der Rheintal-Autobahn (A14) in Fahrtrichtung Arlberg vor der Abfahrt Bludenz/Montafon auf rund fünf Kilometer Länge nur im Schritttempo voran. In Fahrtrichtung Tirol gab es hingegen auf der S16, der Arlberg Schnellstraße, vor Dalaas Stauungen.

"Dadurch, dass Ostern heuer besonders früh fällt, kommt es vor allem in Richtung der Skigebiete zu Verzögerungen", betont Gülcher. Beim ÖAMTC rechnet man für Gründonnerstag-Nachmittag und Karfreitag mit der nächsten Reisewelle: "Dadurch, dass in Deutschland der Karfreitag arbeitsfrei ist, werden viele das Osterwochenende wieder für einem Kurzurlaub nützen."

Polizeikontrollen

Die Polizei kontrolliert rund um Ostern verstärkt den Reiseverkehr
Polizeikontrolle © Bild: APA/BARBARA GINDL
Bei der Polizei scheint man gerüstet. Die Exekutive verstärkt die Überwachung des Straßenverkehrs deutlich. 2500 Einsatzfahrzeuge, 350 Motorräder, 103 Zivilstreifenfahrzeuge, 1247 Lasergeschwindigkeits-Messgeräte, elf Abstandsmess-Systeme, 1385 Alkomaten und 1429 Alko-Vortestgeräte stehen zur Verfügung. Besonderes Augenmerk richten die Beamten auf die Einhaltung der Tempolimits und das Fahren unter Alkohol- oder Drogeneinfluss. Der Sicherheitsabstand beim Hintereinanderfahren, das Handyverbot (ohne Freisprechanlage) am Steuer sowie die Sicherheitsgurt- und Kindersicherungspflicht stehen ebenfalls im Fokus.

2015 wurden zu Ostern 51.347 Fahrzeuglenker wegen Überschreitung zulässigen Höchstgeschwindigkeit beanstandet. Die Polizei erstattete 303 Anzeigen wegen Alkoholisierung und nahm 160 Führerscheine ab.

Den Führerschein musste Samstagfrüh auch ein 25-jähriger Autolenker abgeben, der mitten auf einer Straße bei Lamprechtshausen ( Salzburg) bei laufendem Motor eingeschlafen war. Polizisten weckten den Mann auf. Er hatte 1,71 Promille im Blut.

( kurier.at ) Erstellt am 19.03.2016