Chronik | Österreich
14.04.2017

Ostern: Im Schritttempo in den Süden

Staus, Verzögerungen, zäher Verkehr. Ruhig wird es erst am Sonntag

Falls es jemanden gibt, der es noch nicht bemerkt haben sollte: Wir sind schon mittendrin, im alljährlichen Osterreiseverkehr.

Laut ÖAMTC und ARBÖ hat sich die Reisekolonne aus Deutschland schon am Abend des gestrigen Gründonnerstags in Bewegung gesetzt – und zwar in Richtung Süden und Osten. Im Gegensatz zu den Österreichern haben die meisten Deutschen auch schon am heutigen Karfreitag frei.

Auch in Österreich war der Reiseverkehr Freitagfrüh bereits stark, vor allem in Richtung Ungarn. Zähen Verkehr und abschnittsweise auch Stau gab es auf der Innkreisautobahn (A8) in Oberösterreich. Zu Verzögerungen ist es auch in Niederösterreich gekommen: Und zwar auf der Westautobahn (A1) zwischen Pöchlarn und Melk, auf der Wiener Außenring-Autobahn (A21) zwischen Alland und Heiligenkreuz und auf der S1 Richtung Ostautobahn (A4).

Auch auf dem Weg in den Süden kam es zu Verzögerungen: Und zwar auf der Tauern- (A10), sowie auf der Karawanken-Autobahn (A11), und vor dem Karawankentunnel in Kärnten. "Der Verkehr am Karfreitag ist immer stark", sagt Heimo Gülcher von der Mobilitätsinformation der ÖAMTC. "Aber diesmal war es noch stärker als erwartet."

Auch heute, Freitag, sind bereits wieder viele Osterurlauber in Richtung Süden und Osten aufgebrochen – viele Routen sind nach wie vor staugefährdet (siehe Grafik). Übrigens auch beim Rückreiseverkehr am Montag und Dienstag.

"Ruhig bleiben"

Was also tun, wenn man die (Auto-)Fahrt in die Osterferien nicht verhindern kann? "Ruhig bleiben", sagt Experte Gülcher. "Wenn man tatsächlich in einen Stau gerät, sollte man nicht versuchen, die verlorene Zeit wieder aufzuholen." Das sei nicht nur gefährlich, dann ist auch die Erholung gleich wieder dahin.

Am Samstag und Sonntag, wenn der Durchzugsverkehr der Deutschen über Österreich nach Ungarn zu Ende ist, soll es wieder ruhiger auf den Straßen werden. Auch der Ausflugsverkehr wird sich laut ÖAMTC wetterbedingt in Grenzen halten.

Für die Rückreise am Montag empfiehlt Heimo Gülcher: "Nicht am späten Nachmittag in den Ballungszentren eintreffen. Entweder später am Abend oder viel früher."