Ein Besuch der Tiere im Zoo Salzburg steht derzeit hoch im Kurs

© APA/BARBARA GINDL

Chronik Österreich
04/02/2021

Oster-Ansturm auf die Zoos im Westen

Familien nehmen mangels alternativem Freizeitangebot lange Wartezeiten in Kauf

von Christian Willim, Anja Kröll

Schwimmbäder zu, Kletterhallen geschlossen und auch sonst praktisch alle Freizeiteinrichtungen gesperrt. Eltern, die ihren Kindern in den Osterferien 2021 ein Programm anbieten wollen, sind schnell am Ende ihres Lateins.

Anders als in der seit Donnerstag im harten Lockdown befindlichen Ostregion bleiben im Rest des Landes die Zoos aber weiter offen. Und die erleben in diesen Tagen einen regelrechten Ansturm.

Der Zoo Salzburg musste am Mittwoch schon um 9.30 Uhr seinen Parkplatz sperren. Bereits um 8 Uhr – eine Stunde vor der offiziellen Öffnung – standen die ersten Besucher vor den Kassen. „Es hat sich herumgesprochen, dass wir schon früh das Besuchermaximum erreichen“, sagt Zoo-Sprecherin Ulrike Ulmann.

Denn ganz ohne Covid-Beschränkungen geht es auch im Tierpark nicht. Maximal 400 Besucher gleichzeitig dürfen zum Bestaunen der Löwen, Nashörner und all der anderen Tiere aufs Areal.

Der Andrang sei, auch aufgrund des schönen Wetters, von Tag zu Tag größer geworden sagt Ulmann. „Die Leute können ja heuer zu Osten nicht wegfahren und auch sonst nicht viel machen. Da gehen sie halt in den Zoo“, erklärt sie sich das große Aufkommen an Gästen.

Disziplinierte Besucher

Mit deren Disziplin ist sie zufrieden: „Die meisten halten sich an die Abstände und tragen Masken.“ Über 150 Kilometer weiter im Westen beim Alpenzoo Innsbruck dasselbe Bild. „Die Besucher stehen über eine Stunde ohne Murren an, um reinzukommen“, sagt Direktor Andre Stadler.

Auch hier ist der Andrang schon am frühen Morgen groß. Maximal 450 Besucher dürfen gleichzeitig in einem Einbahnsystem an den Gehegen vorbeispazieren. Die Kapazitätsgrenze ist dieser Tage schon am Morgen rasch erreicht. Über die Homepage können sich die Zoo-Freunde informieren, ob noch Platz ist. Draußen vor der Tür achten Zoo-Ranger darauf, dass die Abstände eingehalten werden und verteilen Quizspiele an die Kinder, damit ihnen nicht langweilig wird.

Im Tierpark Rosegg in Kärnten will man nicht von einem Ansturm reden, aber man sei sehr gut besucht. „Man merkt, dass die Leute Lust haben, rauszugehen und etwas zu unternehmen, da kommen wir mit unserer großzügigen Outdooreinrichtung, wie gerufen“, erklärt Besitzer Emanuel Liechtenstein. Probleme beim Tragen der Maske und dem Einhalten von Mindestabständen gebe es nicht. „Ich glaube, die Kunden sind froh, mit gewissen Einschränkungen den Frühling genießen zu können.“

100.000 Besucher kommen jedes Jahr nach Rosegg. „Der Tierpark lebt von den Besuchern, wir müssen immerhin alles finanzieren“, sagt Liechtenstein. Nachsatz: „Und glauben sie mir, die Tiere waren auch richtig froh, wie wieder Leute gekommen sind.“

Grenze zur Ostregion

Die Tierwelt Herberstein in der Steiermark liegt unmittelbar im Grenzgebiet zur abgeriegelten Ostregion, in der die Zoos nun wieder geschlossen sind. Mit einem Ansturm an Gästen aus Wien, Niederösterreich oder dem Burgenland rechnet man aber nicht. „Auch wenn dies unsere Zielbundesländer sind, glauben wir eher, dass die Ausgangsbeschränkungen viele abschrecken“, sagt Pressesprecherin Karin Winkler.

Die FFP2-Maskenpflicht, die im Tierpark auch im Außenbereich gilt und die geschlossenen Tierhäuser, würden zudem viele Tierpark-Fans abhalten. „Generell sind wir mit der Besucherentwicklung aber sehr zufrieden. Das Wetter in der Karwoche ist perfektes Tierparkwetter“, sagt Winkler. Mit 257.000 Besuchern verzeichnete Herberstein im Vorjahr einen Besucherrekord und das, obwohl der Tierpark für vier Monate geschlossen war.

Im Westen
Der Zoo Salzburg hat täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Maximal 400 Besucher dürfen zeitgleich
aufs Areal. Um sicher reinzukommen, haben sich in den vergangenen Tagen schon  vor Kassaöffnung Schlangen gebildet. Infos unter salzburg-zoo.at. Im Alpenzoo Innsbruck (8.30 bis 18 Uhr) sind Covid-bedingt maximal 450 Besucher zeitgleich am Areal zugelassen. Wie groß der Andrang ist, ist auf der Homepage www.alpenzoo.at zu sehen.

Im Süden
Nur fünf Kilometer entfernt vom Wörthersee liegt der Tierpark Rosegg (www.rosegg.at). Auf über 30 Hektar leben mehr als 300 Tiere. In Herberstein in der Steiermark wurde der Grundstein für den Tiergarten bereits im 17. Jahrhundert gelegt (www.tierwelt-herberstein.at)

 

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