Österreichs Bevölkerung ist 2025 nur leicht gewachsen
Zu Jahresbeginn 2026 lebten laut vorläufigen Ergebnissen der Statistik Austria 9.219.113 Menschen in Österreich, um 21.900 bzw. 0,2 Prozent mehr als am 1. Jänner 2025. Damit wuchs die Bevölkerung Österreichs 2025 weniger stark als im Jahr zuvor (2024: plus 38.463 Personen bzw. plus 0,4 Prozent). Mit plus 0,7 Prozent verzeichnete Wien im Jahr 2025 die größte prozentuale Bevölkerungszunahme aller Bundesländer Österreichs, teilte die Statistikbehörde am Montag mit.
In der Bundeshauptstadt lebten zu Jahresbeginn insgesamt 2.042.036 Menschen, um 13.747 mehr als ein Jahr zuvor. In allen anderen Bundesländern lag das Wachstum unter dem Bundesdurchschnitt von 0,2 Prozent, wobei Tirol und Salzburg (je knapp plus 0,2 Prozent) etwas größere Zuwächse verzeichneten als Niederösterreich, Oberösterreich und Vorarlberg (je plus 0,1 Prozent).
In der Steiermark und Kärnten erhöhte sich die Bevölkerungszahl nur minimal, während es im Burgenland einen geringfügigen Rückgang gab.
"Österreichs Bevölkerung wächst weiterhin, allerdings fiel das Wachstum im Jahr 2025 erneut geringer aus als in den Jahren davor. Nach einem Bevölkerungsplus von 1,4 Prozent im Jahr 2022 wurde der Zuwachs von Jahr zu Jahr kleiner. 2023 stieg die Bevölkerungszahl um 0,6 Prozent, 2024 um 0,4 Prozent und 2025 nur mehr um 0,2 Prozent. Knapp zwei Drittel des gesamtösterreichischen Bevölkerungsanstiegs 2025 entfallen auf Wien. Hier gab es erneut das höchste Bevölkerungswachstum aller Bundesländer", sagte Manuela Lenk, fachstatistische Generaldirektorin von Statistik Austria.
Unterschiede auf regionaler Ebene
Auf regionaler Ebene zeigte sich 2025 in insgesamt 49 politischen Bezirken ein Bevölkerungsanstieg. Am stärksten fielen die Zugewinne in den Städten Wiener Neustadt und Eisenstadt (plus 1,8 Prozent) aus. Der politische Bezirk Gänserndorf verzeichnete mit plus 0,7 Prozent ein gleich hohes Wachstum wie die Bundeshauptstadt Wien.
Rückläufig entwickelten sich die Bevölkerungszahlen in 45 politischen Bezirken, hauptsächlich in ländlich-peripheren und inneralpinen Regionen. Am stärksten schrumpften die beiden obersteirischen Bezirke Murau (minus 0,9 Prozent) und Bruck-Mürzzuschlag (minus 0,8 Prozent), die kleine Statutarstadt Rust (minus 0,7 Prozent) sowie Gmünd im Waldviertel (minus 0,7 Prozent).
Innerhalb Wiens verzeichneten acht Gemeindebezirke einen Rückgang, während es in 15 Gemeindebezirken zu einem Anstieg der Bevölkerungszahl kam. Die stärksten Zuwächse gab es in den Bezirken Donaustadt (plus 3,2 Prozent), Leopoldstadt (plus 1,4 Prozent), Landstraße (plus 1,2 Prozent) und Floridsdorf (plus 1,1 Prozent). Die größten Bevölkerungsverluste gab es hingegen in der Inneren Stadt (minus 2,4 Prozent), in Ottakring (minus 1,1 Prozent), Margareten (minus 0,9 Prozent) und Rudolfsheim-Fünfhaus (minus 0,6 Prozent).
Fünftel der Bevölkerung ausländische Staatsangehörige
Den vorläufigen Ergebnissen der Statistik Austria zufolge lebten am 1. Jänner 2026 insgesamt 1.890.740 Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit in Österreich. Ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung war mit 20,5 Prozent zu Jahresbeginn 2026 etwas höher als ein Jahr zuvor (20,2 Prozent). Überdurchschnittlich hohe Anteile gab es in Wien (37,0 Prozent), Salzburg (21,1 Prozent) und Vorarlberg (21,0 Prozent), die niedrigsten Anteile verzeichneten das Burgenland (11,7 Prozent), Niederösterreich (12,7 Prozent) und Kärnten (14,0 Prozent).
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