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Österreich verlängert Gewaltpräventionsprojekt StoP bis 2028

Eine Evaluation empfiehlt, die Initiative fortzuführen und auszubauen.
Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen

Das Gewaltpräventionsprojekt StoP – Stadtteile ohne Partnergewalt“ wird in Österreich für weitere zwei Jahre fortgeführt. Wie der Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) mitteilte, ist die Finanzierung der Initiative bis Ende Mai 2028 gesichert. Damit kann die Arbeit an 34 bundesweit geförderten Standorten fortgesetzt werden.

Bewusstsein für häusliche Gewalt stärken

StoP setzt auf Prävention im direkten Wohnumfeld. Nachbarinnen und Nachbarn sollen für häusliche Gewalt sensibilisiert, zu mehr Zivilcourage ermutigt und dabei unterstützt werden, Betroffenen Hilfe anzubieten. Finanziert werden die Standorte vom Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz. Das Frauenministerium verantwortet die bundesweite Koordination.

Rückenwind erhält das Projekt durch eine wissenschaftliche Evaluation des Instituts für Konfliktforschung (IKF). Die Untersuchung kommt nach Angaben des AÖF zu dem Ergebnis, dass StoP das Bewusstsein für Partnergewalt stärkt und die Bereitschaft erhöht, im Umfeld einzugreifen und Betroffene zu unterstützen. Die Forschenden empfehlen deshalb, das Programm fortzuführen und weiter auszubauen.

Nach Angaben des AÖF ist die Verlängerung auch vor dem Hintergrund angespannter öffentlicher Budgets ein wichtiges Signal. Präventionsarbeit müsse langfristig abgesichert werden, um Gewalt im sozialen Umfeld wirksam entgegenzuwirken.

Das Projekt war 2019 im Wiener Bezirk Margareten gestartet und ist inzwischen österreichweit vertreten. Insgesamt gibt es derzeit 44 StoP-Standorte, von denen 34 über die gemeinsame Bundesfinanzierung abgesichert sind. 

Die detaillierten Ergebnisse der Wirkungsanalyse sollen Ende September vorgestellt werden.

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