Polizisten sprachen Wegweisung aus

© APA/LUKAS HUTER

Chronik Österreich
04/18/2020

Mutter griff zum Messer, weil sie vom Sohn gewürgt wurde

Steiermark: Dramatische Szenen bei Familienstreit.

von Wolfgang Atzenhofer

Zu wilden Streitereien mit Handgreiflichkeiten sei es in der Gtazer Familie in den vergangenen Jahren immer wieder gekommen. Freitagabend griff eine 45-jährige Mutter zum Messer, um sich gegen die erneuten Attacken ihres 21-jährigen Sohnes zur Wehr zu setzen.

Die von beiden Seiten heftig geführte Auseinandersetzung endete zum Glück nur mit zwei Leichtverletzten.

Gegenseitige Vorwürfe und ein wilder Streit gipfelten am späten Freitag in der Wohnung im Grazer Bezirk Lend in einem Angriff des jungen Mannes auf seine Mutter. Er soll die Frau nicht nur massiv bedroht haben. Es kam auch zu Schlägen und schließlich würgte der Sohn die 45-Jährige und verletzte sie dabei. In ihrer Not soll die Frau dann ein Küchenmesser erwischt und den rabiaten 21-Jährigen damit am Rücken verletzt haben. Laut Polizei soll es sich um eine leichte Verletzung gehandelt haben.

Streit über Jahre

Die Auseinandersetzung wurde von der verängstigten 19-jährigen Tochter der Frau mitverfolgt. Sie bestätigte beim Eintreffen der Polizei die Notlage der Mutter und erzählte über den ständigen heftigen Streit mit ihrem Bruder. Sie gab gegenüber den Beamten an, dass es bereits seit zwei Jahren immer wieder zu heftigen Tumulten gekommen sei. Gegen den 21-Jährigen wurde deshalb von den Polizisten ein Betretungs- und Annäherungsverbot sowie die Wegweisung aus der Wohnung ausgesprochen.

Die 45-jährige Steirerin musste ins Landeskrankenhaus Graz gebracht werden, um ihre Verletzungen behandeln zu lassen. Ob es sich bei ihrer Messerattacke um eine rechtmäßige Notwehr gehandelt hat, wird jedenfalls das Gericht entscheiden müssen. Sowohl die Frau als auch ihr mutmaßlich gewalttätiger Sohn wurden von der Polizei bei der Staatsanwaltschaft Graz angezeigt.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.