Chronik | Österreich
23.07.2017

Murenabgänge und Blitzeinschläge in Westösterreich

Enorme Sachschäden. Neun Schafe im Flachgau vom Blitz getroffen und getötet.

Unwetter haben in der Nacht auf Sonntag schwere Schäden angerichtet. Die größte Arbeit bescherte eine rund 40 Meter breite Mure in Großarl, im Salzburger Pongau, den Einsatzkräften. Bei drei Häusern beschädigte sie Fassaden, verschüttete Keller und Straßen und drückte Fenster ein. Auch Strommasten wurden geknickt. Die Sirene wurde über Notaggregate aktiviert, berichtet Feuerwehrkommandant Josef Promegger.

Bis Sonntagmittag waren die 37 Männer der Großarler Feuerwehr mit den Aufräumarbeiten beschäftigt. "Die Mure war 150 Meter lang und rund 1,5 Meter hoch", erläutert Promegger. Geparkte Autos wurden von der Erdlawine weggeschoben und zugeschüttet. Menschen waren nicht gefährdet. Kompliziert wurde der Einsatz, weil mehrere Strommasten vom Geröll umgerissen wurden und das Feuerwehr-Depot anfangs ohne Elektrizität war.

Neun Schafe von Blitz getroffen

Bei einem Gewitter in Strobl im Salzburger Flachgau wurden Sonntagfrüh neun Schafe vom Blitz getroffen und getötet. Der Viehbestand des Züchters wurde dadurch halbiert. Ein sechs Wochen altes Lamm, dessen Mutter bei dem Unwetter starb, nahm er in Pflege mit heim.