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Chronik Österreich
09/17/2019

Notlandung: Millionenpleite einer privaten Airline

Die Skyline-Aviation-Gruppe hat insgesamt 1,62 Millionen Euro Schulden angehäuft, eine der beiden Firmen soll fortgeführt werden.

von Kid Möchel, Dominik Schreiber

Die Flotte konnte sich eigentlich sehen lassen. Darunter waren ein Cessna Citation Mustang Cessna Citaion XLS eine Embraer Legacy 600 und ein Bombardier Challenger 650. Die Flugzeuge gehören privaten Eigentümern. Das soll mitunter bei der Nutzung, sprich der Verfügbarkeit der Flieger, und durch Abänderung der Verträge immer wieder zu Problemen für den Vercharterer geführt haben. So soll der Vercharterer in einem Zeitraum von zweieinhalb Monaten kein einziges Flugzeug zur Verfügung gehabt haben. Das führte zu Liquiditätsengpässen. Trotzdem sollen einzelne Eigentümer auf die Verträge und die festgelegten Zahlungen gepocht haben. Dann erfolgte eine Art Umstrukturierung der Vercharterung, doch diese fruchtete anscheinend am Ende nicht.

Zwei Pleiten

Jetzt mussten die Skyline Aviation GmbH (SAG) und ihre Schwesterfirma, die Skyline Aviation Bulgaria GmbH (SABG), beide mit Sitz in Wiener Neustadt laut Creditreform den Weg zum Insolvenzgericht antreten. Die Skyline Aviation (acht Mitarbeiter) hat rund 886.200 Euro Schulden angehäuft und hat ein Sanierungsverfahren beantragt; die Schwester hat mit rund 734.000 Euro Schulden ein Konkursverfahren beantragt. Hauptgläubigerin der Skyline Aviation GmbH ist die Schwesterfirma SABG mit rund 500.000 Euro.

Die SAG plant einen Sanierungsplan. Der soll aus dem Fortbetrieb des Unternehmens finanziert werden. Die SABG soll nicht fortgeführt, sondern liquidiert werden.

Die Bilanzen

 Indes setzte die Skyline Aviation GmbH im Jahr 2017 rund 8,71 Millionen Euro um, davon 3,55 Millionen Euro mit der Embraer Legacy 600. Der Bilanzgewinn betrug 30.800 Euro. Im Jahr 2018 betrug der Umsatz sogar 12,5 Millionen Euro und das Ergbnis vor Steuern minus 1,322 Millionen Euro. Der Jahresverlust wurde mit 1,323 Millionen Euro beziffert.

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