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Chronik Österreich
08/19/2021

Millionen hinterzogen: Apres-Ski-Wirt vor Gericht

Bei dem ehemaligen ÖVP-Politiker wurden 2,8 Millionen Euro auf Sparbüchern und 780.000 Euro in bar entdeckt.

Ein Apres-Ski-Wirt aus dem Pongau und seine Mutter müssen sich am Donnerstag wegen Steuerhinterziehung in Höhe von rund 3,2 Millionen Euro am Landesgericht Salzburg verantworten. Die beiden Gastronomen sollen hohe Summen an Schwarzgeld zu Hause gehortet haben. Bei Hausdurchsuchungen im September 2019 wurden 2,8 Millionen Euro auf 206 Sparbüchern und 780.000 Euro in bar entdeckt. Als der Fall ans Tageslicht kam, beendete der Wirt seine politische Aktivität bei der ÖVP.

Die Angeklagten zeigten sich im Ermittlungsverfahren geständig. Sie sollen als handelsrechtliche Geschäftsführer von 2011 und bis 2018 insgesamt 1,4 Millionen Euro an Umsatz- und Körperschaftssteuer sowie von 2009 und 2019 rund 1,3 Millionen Euro an Kapitalertragssteuer an Finanz vorbeigeschleust haben. Rund 500.000 Euro sind offenbar bei der Umsatzsteuer-Voranmeldung und der Lohnsteuer vorenthalten worden. Ein Großteil der Abgabennachforderung haben die Beschuldigten bereits beglichen. Im Falle eines Schuldspruches droht ihnen eine Geldstrafe in Millionenhöhe, auch eine mehrjährige Freiheitsstrafe ist möglich.

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