"CSI Austria": Fast 40.000 kriminaltechnische Untersuchungen im Vorjahr

"CSI Austria": Fast 40.000 kriminaltechnische Untersuchungen im Vorjahr
43 Expertinnen und Experten analysieren jährlich Tausende von Spuren und Beweisen.

An die 40.000 Mal kamen die Expertinnen und Experten der Kriminaltechnik im Bundeskriminalamt im vergangenen Jahr zum Einsatz. Ihre Schwerpunkte: Analysen und Ursachenermittlung.

Wie das Innenministerium am Sonntag in einer Aussendung erklärte, stehe im Mittelpunkt der kriminaltechnischen Arbeit der Beweis. Im Zuge verschiedenster Kriminalfälle versuchen die Mitarbeiter der Kriminaltechnik, die sichergestellten Spuren zu entschlüsseln. Neue Methoden eröffnen ihnen dabei immer wieder andere Möglichkeiten, um Täter ausfindig zu machen oder zu überführen.

Prominente Fälle

So leisteten sie etwa einen Beitrag im Fall des „Bierwirts“ in Wien. Bei einem Mordversuch in Zell am See erbrachte das Büro für Kriminaltechnik wiederum Nachweise von Schussrückständen auf den Händen beziehungsweise der Bekleidung von Tatverdächtigen.

Sie sicherten auch die Spuren in einem illegalen Labor im Weinviertel, in dem mehr als hundert Kilogramm Suchtmittel hergestellt worden waren und untersuchten eine Gasexplosion in einem Mehrparteienhaus in Niederösterreich. Zudem führten die Experten die technische Untersuchung an der Ausbruchsstelle des großen Waldbrands in Hirschwang an der Rax im Herbst 2021 durch - um nur einige Beispiele zu nennen.

Mit etwas mehr als 39.000 Untersuchungen liegt die Arbeit 2021 im Schnitt der vergangenen fünf Jahre, heißt es in der Aussendung weiter. Die Anzahl hätte sich zwischen 38.000 und 40.000 Untersuchungen eingependelt.

Fünf Bereiche

Konkret unterteilt sich die Kriminaltechnik in fünf Fachbereiche: Chemie, Waffen- und Formspuren, Urkunden und Handschriften, Biologie und Mikroskopie sowie Brand- und Explosionsursachenuntersuchungen. Insgesamt arbeiten 43 Expertinnen und Experten in diesen Referaten. Unter die knapp über 39.000 Einzelanalysen im vergangenen Jahr fallen beispielsweise rund 24.500 Suchtmittelanalysen, 900 Schusswaffenuntersuchungen, 5.300 Urkunden- beziehungsweise Handschriftenuntersuchungen, 3.500 Faseruntersuchungen sowie 105 Brand- und eine Explosionsursachenuntersuchung.

Ein Rückgang sei lediglich im Bereich der Reisedokumente und bei den Eigentumsdelikten spürbar gewesen. Geschuldet sei dies der Corona-Pandemie.

"Dieser wichtige Teil der polizeilichen Arbeit hat in den letzten Jahrzehnten stetig an Bedeutung gewonnen und ist heute essenzieller Bestandteil vieler kriminalpolizeilicher Ermittlungen", lobte Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) ihre Arbeit.

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