Chronik | Österreich
13.06.2017

Mann warf Statue auf Auto: Kind verletzt

Drei Kinder saßen in Pkw, als Skulptur einschlug. 35-Jähriger hatte "Angst vor Unwetter".

Weil er sich wegen eines Gewitters in einer "psychischen Ausnahmesituation" befunden haben soll, hat ein 35-jähriger Klagenfurter am Montagabend eine Steinskulptur aus dem dritten Stock eines Hauses geworfen. Die Statue traf das Dach eines Autos, in dem sich drei Kinder aufhielten. Ein Bub wurde leicht verletzt.

"Der Mann hetzte gegen 19 Uhr mit nacktem Oberkörper durch Klagenfurt und versuchte unter anderem, in unser Geschäft einzudringen. Als wir ihm das verwehrten, lief er im Innenhof die Treppen hoch und schleuderte eine dort frei herumstehende Statue auf unser Auto", sagt Annamaria Bellanova. Ihre drei Kinder Francesco, Gulia und Sofia sowie ihr Mann Mario befanden sich zu dem Zeitpunkt im Wageninneren, weil die Familie nach Italien reisen wollte.

Die Dackel-Statue (siehe Bild) hat ein zehn Zentimeter großes Loch in das Dach des Pkw geschlagen. "Wegen des Knalls haben alle geschrien, der Bub hat geweint, weil er am Kopf getroffen wurde", erzählt die Mutter weiter. Allerdings, wie sich später herausstellte, nicht von der Skulptur, sondern vom herabfallenden Innenlicht des Pkw. Einen Schock hätten alle drei Kinder von dem Übergriff davongetragen, betont die Mutter.

Der Verdächtige, ein Frühpensionist, konnte noch am Montagabend nach kurzer Flucht von Polizisten verhaftet werden. "Er gab an, dass er wegen eines über Klagenfurt tobenden Gewitters (siehe S. 19) in einer psychischen Ausnahmesituation gewesen sei", berichtet Chefinspektor Siegfried Grabner. Der 35-Jährige befinde sich in einem Drogenersatzprogramm, sei aber zum Tatzeitpunkt nicht unter Drogeneinfluss gestanden. Er wird wegen schwerer Sachbeschädigung und Gefährdung der körperlichen Sicherheit angezeigt.