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Chronik Österreich
01/03/2019

Lawinengefahr steigt: Salzburg bittet das Heer um Hilfe

Neuschnee und Wind erhöhen die Gefahr in den Bergen. Vielfach gilt bereits Lawinenwarnstufe 4

Aufmerksam beobachten Bergretter und Mitarbeiter von Lawinenwarndiensten derzeit das Wetter, denn die Lage auf den Bergen ist angespannt: In Tirol herrscht fast ausschließlich Warnstufe 4, ebenso in Salzburg.

Das Land Salzburg bat deshalb schon am Donnerstag vorsorglich das Bundesheer um Hilfe, sollte sich die Wetterlage noch weiter zuspitzen: „Wir wollen auf diese extreme Situation und den Notfall bestmöglich vorbereitet sein“, begründete Norbert Altenhofer, Katastrophenreferent der Landesregierung.

Kritisch könnte es in der Nacht zum Sonntag werden: Prognosen lassen weiteren Neuschnee vermuten, Mengen von bis zu einem Meter sind möglich. Dieser Triebschnee kann sich auf dem kalten Untergrund nicht setzen und dadurch große Lawinen auslösen. Außerdem ist immer noch starker Wind bis Sturm angesagt.

In der Obersteiermark galt am Donnerstag ebenfalls bereits Stufe 4. Experten befürchteten, dass dies an exponierten Stellen bis zum Wochenende auf Stufe 5 steigen könnte. Auch hier geht die größte Gefahr von frischem Triebschnee aus, der sich bis in tiefere Waldlagen verfrachten und dort als Schneebretter abgehen kann. Die Einsatzkräfte raten ausdrücklich von Skitouren im freien Raum ab. „In den kommenden Tagen reicht schon das Gewicht eines einzelnen Tourengehers aus, um ein Schneebrett auszulösen“, warnt Arno Studeregger, Skitourenreferent der Naturfreunde. Wer sich dennoch auf eine Tour wagt, müsse eine „sehr defensive Wahl“ treffen, gut planen und ausgerüstet sein.

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