Chronik | Österreich
16.02.2018

Lawinengefahr im Westen, Glatteis in NÖ

In Vorarlberg herrscht wegen Windverfrachtungen und Neuschnee Lawinengefahr der Stufe 3. In Niederösterreicht gibt es auf vielen Straßen Glatteis.

Schneefall und Wind haben am Freitag in Vorarlberg die Gefahr von Lawinen ansteigen lassen. Es bestehe erhebliche Lawinengefahr der Stufe 3, informierte die Landeswarnzentrale. Problematisch sei vor allem Triebschnee, vorwiegend oberhalb von 2.000 Metern. Die Gefahrenstellen nähmen mit der Seehöhe, weiterem Schneefall und Windverfrachtungen während des Tages noch zu, hieß es.

In Niederösterreich bildete sich im Waldviertel, im Mostviertel sowie im Raum Wolkersdorf unterdessen auf einigen Strecken Glatteis durch gefrierenden Regen. Im nördlichen Waldviertel, im Raum Poysdorf sowie in höheren Lagen des Industrieviertels muss abschnittsweise mit matschigen bzw. Schneefahrbahnen gerechnet werden. Bei Aspang und Neunkirchen kommt es zu Schneeverwehungen.

Unter 1.800 Meter geschwächte Schneedecke

In Vorarlberg sind unterhalb von 1.800 Metern, wo Regen und Erwärmung die Schneedecke geschwächt hat, nasse Rutsche zu erwarten. Gerade an Grashängen könnten Gleitschneelawinen abgehen. Zonen unterhalb von Gleitschnee-Rissen sollten darum möglichst gemieden werden, so die Empfehlung der Experten. Schon einzelne Wintersportler könnten kleine bis mittlere Lawinen auslösen, aus Steilgelände und eingewehten Abschnitten seien spontane Abgänge möglich.

In der Nacht auf Freitag kamen in den oberen Höhenlagen in der Silvretta, im Rätikon und im Verwall zwischen zehn und 25 Zentimeter Neuschnee hinzu, im Bregenzerwald und Arlberggebiet waren es zwischen 20 und 30 Zentimeter. Die Schneefallgrenze sank bis zum Freitagnachmittag auf rund 1.000 Meter. Auch für Samstag waren nach anfänglichen Auflockerungen Schneefälle angekündigt. Damit wird sich die Lawinengefahr vor allem in höheren Lagen am Wochenende nicht wesentlich ändern.