Vorbereitung auf Wintersaison: Kunstschnee wird zum (zu) teuren Spaß

Als Kinder- und Familienskischmiede wollen die Gemeinden das Skigebiet Forsteralm bei Naturschneeangebot unbedingt halten
Kleines Wintersportgebiet in den Voralpen will wegen Energiekosten die Schneekanonen nicht starten. Arrivierte Bergbahnen können darauf nicht verzichten

Die explodierenden Energiekosten treiben Betreibern von Skigebieten schon jetzt die Schweißperlen auf die Stirn. Eine besonders drastische Sparmaßnahme, nämlich auf die energieintensive Erzeugung von Kunstschnee weitgehend zu verzichten, wird nun vonseiten des Familienskigebiets Forsteralm im Grenzland Nieder- und Oberösterreich angekündigt.

Man werde die Produktion von Kunstschnee stark einschränken und auf Naturschnee setzen, gab das Management des regional gut verankerten Wintersportgebiets bekannt. Freilich leidet das chronisch von wirtschaftlichen Problemen geplagte Sportdorado, das von zwölf oö. und nö. Gemeinden vor dem Aus gerettet wurde, auch noch massiv unter dem Klimawandel. Regelmäßige Warmwettereinbrüche im Winter lassen die teuer aufgebauten Pisten wegschmelzen.

In den vergangenen Jahren betrugen die Stromkosten für die Beschneiung 50.000 bis 60.000 Euro jährlich. Durch die hohen Energiepreise werde sich dieser Betrag mindestens verdreifachen, wird befürchtet. „Diese Mehrkosten müssten wir auf die Kartenpreise aufschlagen, das Skifahren auf der Forsteralm würde sich stark verteuern und für viele Familien nicht mehr leistbar sein“, sagt der ehrenamtliche Geschäftsführer und ÖVP-Nationalrat Andreas Hanger.

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