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Chronik Österreich
01/15/2020

Kriminalität: Anzeigen im Jahr 2018 auf Rekordtief

Laut Sicherheitsbericht stieg allerdings die Zahl der Vergewaltigungen und die Internetkriminalität.

von Michaela Reibenwein

Spät, aber doch: Der Sicherheitsbericht für das Jahr 2018 wurde nun auch im Nationalrat vorgelegt. Und der Bericht zeigt: In ganz Österreich wurden 472.981 Anzeigen erstattet - das ist ein Rückgang (Vergleich mit 2017) um 7,4 Prozent. Gleichzeitig stieg die Aufklärungsquote auf 52,5 Prozent - das ist der beste Wert seit zehn Jahren.

Erfreulich ist das Minus bei den Einbrüchen in Wohnungen und Häuser. Die sanken um 17,1 Prozent auf 9.784 Straftaten. Auch die Fahrzeugdiebstähle sind um 16,3 Prozent gesunken. Und auch die Anzahl der Anzeigen wegen Mordes (und Versuchs, Anm.) gehen zurück. 60 Morde wurden 2018 gezählt, dazu kommen 130 Versuche.

784 Vergewaltigungsopfer

Ein Anstieg allerdings ist bei den Vergewaltigungen erkennbar. Da stiegen die Anzeigen um 14,6 Prozent. Bei den Opfern handelte es sich um 724 Frauen und 60 Männer.

Ebenso im Steigen ist die Internetkriminalität. 19.627 Anzeigen wurden gezählt - plus 16,8 Prozent. Speziell Internetbetrug und Erpressungen sind auf dem Vormarsch.

Eine weitere Auffälligkeit: Der Anteil der ausländischen Tatverdächtigen ist um 8,9 Prozent gestiegen - das ist der höchste Wert seit zehn Jahren.  Der Anteil der ausländischen Tatverdächtigen betrug in Summe 40 Prozent.