Peter Klimek

© APA/HELMUT FOHRINGER

Chronik Österreich
03/18/2021

Klimek: "Lockdown wäre notwendig"

Der Komplexitätsforscher sagt, dass im intensivmedizinischen Bereich die Kapazitätsgrenzen bald erreicht sind. Pharmakologe Zeitlinger spricht vom Beginn einer dritten Welle.

Komplexitätsforscher Peter Klimek hat sich im ORF dazu geäußert, ob ein neuer Lockdown Sinn machen würde. Ein Lockdown wäre demnach nötig, wenn man das Ziel verfolge den intensivmedizinischen Bereich vor Überlastung zu schützen, so der Forscher.

Aber: "Anscheinend setzt man darauf, dass wir uns noch irgendwie durchwurschteln können bis Ostern oder nach Ostern," sagt Klimek in Wien heute Mittwochabend. 

Die öffentliche Diskussion ginge eben gerade jedenfalls in eine andere Richtung als hin zum Lockdown: "Es wurde in den letzten Wochen sehr stark eine Erwartungshaltung aufgebaut, dass wir jetzt bald die Schanigärten öffnen können und mehr Öffnungsschritte setzen werden können. Aber leider geht die epidemiologische Lage genau in die Gegenrichtung. Wir bewegen uns im intensivmedizinischen Bereich ganz klar auf die Kapazitätsgrenzen zu“, so der Forscher in Wien heute Mittwochabend.

Man würde derzeit eher auf einen "natürlichen Lockdown" in den Osterferien und auf die verstärkten Impfungen im April hoffen. Das könne allerdings nur aufgehen, "wenn wir alle nochmal in uns gehen, uns zusammenreißen und überlegen, auf welche Kontakte könnten wir vielleicht doch verzichten, um nochmal diesen Anstieg ein letztes Mal in den Griff zu bekommen."

Entspannung erst mit breiter Impfung

Eine Entspannung der Lage sei erst zu erwarten, wenn die Risikobevölkerung – jene zwischen 65 und 75 Jahren – zu einem hohen Prozentsatz geimpft ist. Klimek zum Zeitplan: Wenn alles nach Plan läuft erreichen wir diesen Punkt vielleicht Ende April. Aber der springende Punkt ist, momentan sind wir noch nicht an diesem Ort. Momentan ist gerade die Altersgruppe 65 bis 75 eine der am wenigsten geschützten Gruppen, weil Astra Zeneca lange nicht für die über 65-Jährigen zugelassen war. Deswegen sind wir jetzt in dieser misslichen Lage."

Zeitlinger spricht von Beginn einer dritten Welle

Auch der Pharmakologe Experte Markus Zeitlinger von der MedUni Wien sieht keinen Grund für Entwarnung.  "Wir sind am Beginn der dritten Welle, alles andere wäre leugnen," sagt er im Ö1-Morgenjournal. Er sei "relativ vorsichtig" mit der Planung seines Sommerurlaubs: "Ich plane den Urlaub in Österreich."

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