© Asfinag

Chronik Österreich
10/06/2021

Kinder von Asfinag-Mitarbeitern appellieren an Autofahrer

Mit einer Plakatkampagne will die Autobahn- und Schnellstraßen-Betreibergesellschaft die Sicherheit der Mitarbeiter erhöhen.

von Bernhard Ichner

Neun Unfälle haben sich im Vorjahr auf Österreichs hochrangigem Straßennetz ereignet, bei denen Asfinag-Mitarbeiter zu Schaden kamen. Insgesamt gab es 29 Unfälle mit Asfinag-Beteiligung. Und heuer kam es im ersten Halbjahr bereits zu vier fremdverschuldeten Unfällen mit drei schwer verletzten Asfinag-Mitarbeitern. Aus diesem Grund hat das Unternehmen nun eine Kampagne zur Bewusstseinsbildung gestartet, die die Sicherheit verbessern soll. Im Mittelpunkt stehen dabei die Kinder der Mitarbeiter.

Diese wenden sich auf Plakaten unter dem Motto: „Meine Mama/mein Papa arbeitet für dich - Danke, dass du aufpasst“ an die Verkehrsteilnehmer.

Ziel der einen Monat lang laufenden Kampagne sei es, das Bewusstsein der Verkehrsteilnehmer zu schärfen, dass hinter allen Arbeiten, die auf den Autobahnen und Schnellstraßen abgewickelt werden, Menschen stehen, heißt es bei der Autobahn- und Schnellstraßen-Betreibergesellschaft. Erreichen will man dies mit Plakaten entlang des gesamten Streckennetzes. Dazu kommen Radiospots, Banner auf reichweitenstarken Online-Plattformen und Beiträge in den Sozialen Netzwerken. Die Kampagne solle positive Gefühle erzeugen, nicht belehren.

Unachtsamkeit und Ablenkung

Pro Jahr werden auf dem 2.200 Kilometer langen Autobahnen- und Schnellstraßen-Netz mehr als 10.000 Tagesbaustellen und mehr als 300 längerfristige Bauarbeiten durch externe Auftragnehmer abgewickelt. 2020 ereigneten sich in diesen Bereichen 142 fremdverschuldete Unfälle durch Pkw- oder Lkw-Lenker. Unachtsamkeit und Ablenkung waren in den meisten Fällen die Ursache, so die Asfinag.

"Mit einer Vielzahl an Maßnahmen achten wir darauf, dass die Arbeiten auf der Strecke so sicher wie möglich erfolgen können", erläutert dazu Asfinag-Vorstand Hartwig Hufnagl. "Aber eines ist leider klar, die besten Sicherheitsvorkehrungen und Systeme sind sinnlos, wenn die Menschen hinter dem Steuer abgelenkt oder unaufmerksam sind. Wir setzen daher jetzt auf eine sehr emotionale Kampagne zur Bewusstseinsbildung“.

„Jedes Jahr investieren wir rund 500 Millionen Euro in Maßnahmen für mehr Verkehrssicherheit. Das ist der Grund, warum die Tunnel und die Autobahnen der Asfinag zu den sichersten in Europa zählen. Wir wollen aber auch, dass die Menschen 'hinter den Autobahnkulissen' sicher sind. Daher setzen wir bereits seit vielen Jahren auf Innovationen, die vor allem die tägliche Arbeit unserer Teams auf der Strecke vereinfachen und damit sicherer machen sollen“, sagt Asfinag-Vorstand Josef Fiala.

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