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Gewinn-Versprechen
12/08/2013

Internet-Fahnder warnen vor „Millionengewinnen“

eMails von Konzernen versprechen hohe Gewinne. Doch die Täter wollen nur Geld und Bankdaten.

von Michael Berger

Die internationalen Betrüger-Kartelle haben eine neue Masche entdeckt. Anders als bei den bekannten Gewinn-Verständigungen oder manipulierten Lotterie-Benachrichtigungen wird derzeit intensiv mit dem Gewinn eines Awards und einem damit zusammenhängenden Preisgeld geworben. Dabei kommen auch Welt-Konzerne zum Handkuss. Die eMails werben mit namhaften Unternehmen, wie etwa Google Winning Notice, Samsung Award Board, Microsoft E-Mail Promo Award 2013 oder Microsoft Förderpreis-Team.

Das Bundeskriminalamt (BK) warnte Sonntag vor diesen betrügerischen Gewinn-Verständigungen. Denn in der Meldestelle der Internet-Fahnder (Cybercrime-Competence-Center) gingen seit 5. Dezember Dutzende Anzeigen wegen Betrugsversuchen ein. BK-Sprecher Mario Hejl: „Das ist aber nur die Spitze des Eisberges.“ Die Dunkelziffer sei um ein Viel­faches höher.

„Diese Global Player würden nie auf eine solche Weise an Gewinner herantreten. Insbesondere, da es sich jeweils um Gewinne von über einer Million Euro handelt“, so Hejl. Bei den Gewinn-Versprechen versuchen die Täter an Bankdaten und an Geld ihrer Opfer zu gelangen. Diverse Firmensitze zahlen den angeblichen Preis aus. Bevor das Geld überwiesen werden kann, muss die Finanztransaktion versichert werden. Demnach wird der Gewinner gebeten, zwei Prozent der Gewinnsumme als Versicherungsprämie zu überweisen. Wer das macht, ist sein Geld los und spielte den Betrügern Bankdaten zu.

Das BK rät daher, grundsätzlich keine Überweisungen an Personen oder Firmen aufgrund von Gewinn-Versprechungen durchzuführen. Doch die Internet-Betrüger schrecken mittlerweile auch vor Drohungen nicht mehr zurück. Analog zu den gefälschten eMails wurden User von den Kriminellen bereits telefonisch kontaktiert. Die eindeutige Botschaft: „Bei Polizeikontakt passiert etwas.“

Tipps der Behörden: Finger weg von jedem Kontakt

Das Bundeskriminalamt empfiehlt bei Kontakt mit Gewinn-Verständigungen folgende Vorgehensweise:

Seien Sie misstrauisch bei Benachrichtigungen. V. a., wenn Sie sich nicht erinnern, an einem Gewinnspiel teilgenommen zu haben.

Informieren Sie sich bei der Polizeilichen Kriminalprävention Ihres jeweiligen Bundeslandes oder auch im Internet, etwa beim Verein für Konsumenteninformation (www.konsument.at).

Geben Sie keine persönliche Daten bekannt, auch wenn die Gewinn-Versprechungen verlockend klingen. Alle Daten sind für die Täter lohnend, um sie missbräuchlich zu ver­wenden.

Melden Sie Verdachtsmomente bitte umgehend der Exekutive.

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