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Chronik Österreich
06/11/2019

Hot Stuff: Fünf Fakten zur Hitze in Österreich

Österreich befindet sich mitten in der ersten Hitzewelle des Jahres. Die hohen Temperaturen verändern auch die Wirtschaft.

von Birgit Seiser, Elisabeth Holzer

37 Grad heiß soll es am Samstag im Osten Österreichs werden. Das ist viel für Mitte Juni und selten, aber noch nicht Rekord: Laut Wetterdienst Ubimet wurde im Juni auch schon einmal die 38-Grad-Marke geknackt, 2013 maß man in Ybbs exakt 38,6 Grad. Schon ab morgen, Mittwoch, klettern die Temperaturen auf 35 Grad. Doch es gibt Möglichkeiten, dennoch einen kühlen Kopf zu behalten.

 

Klimaanlagen-Boom

Bis zu 50.000 Klimageräte werden pro Jahr verkauft. Die Industrie macht mit den Hitzegequälten damit mehr als zehn Millionen Euro Umsatz. Die „Hauptsaison“ für Kühlexperten ist naturgemäß der Sommer. Vor allem nach sogenannten Tropennächten, in denen es über 20 Grad warm bleibt, entscheiden sich viele für die Anschaffung einer Klimaanlage.

Wasser marsch!

Die erste Hitzewelle in diesem Jahr steht erst am Anfang. Zahlen aus dem Vorjahr zeigen aber, dass sich vor allem die Mineralwasser-Hersteller über die heißen Tage freuen. Im Juli 2018 wurden 5,6 Millionen Liter Wasser und damit um 40 Prozent mehr Mineralwasser verkauft als im Jänner. Generell trinken die Österreicher pro Kopf und Jahr 91,7 Liter Wasser.

Bier-Muffel

Bier steht bei der großen Hitze übrigens nicht hoch im Kurs. Vor allem bei Temperaturen ab 28 Grad greifen die Österreicher lieber zu Alternativen wie alkoholfreiem Bier oder Radler.

Heiß auf Eis

Der Österreicher ist in Sachen Speiseeis ein bisschen italienisch angehaucht. Er löffelt nämlich rund acht Liter Eis pro Jahr. Das sind 64 Kugeln pro Person. Oder 21 Becher und Stanitzel zu je drei Kugeln.

Stromfresser auf Hochtouren

Der Stromverbrauch steigt parallel zur Hitze: Weil Kühlschränke oder Gefriertruhen stärker kühlen müssen, erhöht sich auch der Kostenfaktor punkto Strom. An heißen Tagen werden, etwa im Raum Wien, täglich 33.000 Megawattstunden Strom verbraucht – das sind um 2000 mehr als an durchschnittlichen Tagen.