"Hassprediger" hat wieder einen Auftritt vor Gericht

Das Grazer Straflandesgericht unter Bewachung © Bild: APA/ERWIN SCHERIAU

Berufungsverhandlung am Freitag in Graz unter strengen Sicherheitsvorkehrungen.

20 Jahre Haft fasste Mirsad O. im Juli 2016 aus - wegen Teilnahme an einer terroristischen Organisation und in deren Folge Mordes als Bestimmungstäter: Doch diese Strafe war der "Schlüsselfigur des IS in Österreich" (so der Staatsanwalt über den Angeklagten) zu viel, er berief. Das Urteil des Geschworenengerichts war somit nicht rechtskräftig.

Am Freitag steht der in Medien vielfach als "Hassprediger" bezeichnete 36-Jährige deshalb wieder vor Gericht, diesmal vor einem Senat des Oberlandesgerichtes Graz: Die drei Richter werden über die Strafhöhe befinden. Allerdings wegen der Sicherheitsvorkehrungen nicht in ihrem gewohnten Haus, sondern am Straflandesgericht Graz, dem Sitz des Erstgerichtes. Das hat einen bestimmten Grund: Jeder Angeklagte hat das Recht, auch bei einer Berufungsverhandlung selbst zu sprechen. Im Fall des Predigers ist davon auszugehen, dass er reden will sein Schlusswort vor den Geschworenen im Juli 2016 dauerte 35 Minuten.

Mirsad O. wurde angeklagt, weil er in Moscheen für die Terrormiliz geworben haben soll: Unter seinem Predigernamen Ebu Tejma habe er laut Staatsanwalt Männer in den Dschihad geschickt.

( kurier.at ) Erstellt am 06.02.2018