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Chronik | Österreich
07/02/2019

Heftige Unwetter sorgen für Überschwemmungen und Waldbrände

Der vergleichsweise kühle Montag ist von heftigen Unwettern überschattet worden. Vor allem die Alpennordseite war betroffen.

Die große Hitzewelle ist am Montag mit Unwettern aller Art zu Ende gegangen. Österreichweit wurden von UBIMET 86.000 Blitzentladungen verzeichnet. Vor allem auf der Alpennordseite wüteten heftige Gewitter. Heute, Dienstag, ist keine Besserung der Lage in Sicht. Vor allem im Süden werden Hagel und Starkregen befürchtet.

Große Schäden richtete der übergetretene Manlitzbach in Uttendorf im Salzburger Pinzgau an. Die Aufräumarbeiten durch die Einsatzkräfte, das Bundesheer und die Nachbarn hat begonnen. „Das Zusammenspiel von Bezirkshauptmannschaft und Blaulichtorganisationen funktioniert hervorragend“, bedankt sich Landeshauptmann Wilfried Haslauer bei allen Helfern.

Große Schäden richtete der übergetretene Manlitzbach in Uttendorf im Salzburger Pinzgau an. Die Aufräumarbeiten durch die Einsatzkräfte, das Bundesheer und die Nachbarn hat begonnen. „Das Zusammenspiel von Bezirkshauptmannschaft und Blaulichtorganisationen funktioniert hervorragend“, bedankt sich Landeshauptmann Wilfried Haslauer bei allen Helfern.

In Folge einer Sturmböe stürzte ein leeres Futtersilo auf eine Lagerhalle in Wienings im Bezirk Waidhofen an der Thaya. Mithilfe eines Krans konnte es von der Feuerwehr Karlstein entfernt werden.

In Folge einer Sturmböe stürzte ein leeres Futtersilo auf eine Lagerhalle in Wienings im Bezirk Waidhofen an der Thaya. Mithilfe eines Krans konnte es von der Feuerwehr Karlstein entfernt werden.

Durch einen Blitzschlag wurde in Kappl im Tiroler Paznaun ein Bauernhaus in Brand gesetzt. Alle Tiere konnten in Sicherheit gebracht werden, Heustock und Dach sind fast völlig zerstört und einsturzgefährdet.

Durch einen Blitzschlag wurde in Kappl im Tiroler Paznaun ein Bauernhaus in Brand gesetzt. Alle Tiere konnten in Sicherheit gebracht werden, Heustock und Dach sind fast völlig zerstört und einsturzgefährdet.

Elf Bäume krachten in Groß-Siegharts im Bezirk Waidhofen an der Thaya auf ein Haus.

Elf Bäume krachten in Groß-Siegharts im Bezirk Waidhofen an der Thaya auf ein Haus.

Die Unwetter am Montag verursachten teils hohe Schäden. Im Pinzgau (Salzburg) löste ein Gewitter einen Murenabgang und Überschwemmungen aus. Der Manlitzbach trat über die Ufer und vermurte bis zu 70 Häuser. Personenschäden wurden bisher keine vermeldet.

In Niederösterreich waren gar 900 Feuerwehrmänner von 87 Feuerwehren im Einsatz, allen voran im Bezirk Waidhofen an der Thaya.  Alleine 250 Helfer waren in und um Waidhofen an der Thaya gefordert.

In der dortigen Ortschaft Sieghartsles stürzten gleich zehn Bäume auf ein Wohnaus. Zuerst waren mehrere Bewohner eingeschlossen, konnten danach allerdings befreit werden. "Ich dachte jetzt stürzt das ganze Haus ein", sagte ein 71 Jahre alter Bewohner laut Feuerwehr.

Zudem standen Überflutungen, Orkanböen und Hagel an der Tagesordnung. Das gilt auch für die Bezirke Horn, Zwettl und Gmünd im Waldviertel.

Spektakulär sind die Bilder aus Oberösterreich. Dort beschädigten Hagelkörner, groß wie Tennisbälle, am Montag insgesamt 2.300 Hektar Land im Bezirk Wels-Land.

"Nach ersten Erhebungen durch unsere Sachverständigen beträgt der Gesamtschaden in der Landwirtschaft knapp 1 Million Euro“, berichtete der zuständige Landesleiter der Österreichischen Hagelversicherung in Oberösterreich, Wolfgang Winkler noch am Montagabend.

Es mag paradox anmuten, doch nebst Muren, Hagel und Überflutungen wüteten in Tirol gleich vier Waldbrände. Und zwar im Gemeindegebiet von Thaur, bei Amlach am Fuße des Rauchkofels, bei Kappl und im Gemeindegebiet von Ötztal-Bahnhof. Mehrere Hubschrauber waren im Einsatz. Während bei Thaur, Amlach und Kappl jeweils Blitzeinschläge die Waldbrände auslösten, war es in Ötztal wohl eine weggeworfene Zigarette.