Johann Gudenus.

© KURIER/Christandl Jürg

nikolo-Affäre
12/13/2013

Gudenus nach Vorfall in Kufstein angezeigt

PR-Aktion in Interspar-Filiale hat Folgen: Der Klubobmann der Wiener FPÖ wurde wegen Verhetzung angezeigt.

von Christian Willim

Der Linzer Datenforensiker Uwe Sailer hat gemeinsam mit der Initiative „Heimat ohne Hass“ bei der Staatsanwaltschaft eine Sachverhaltsdarstellung gegen den Klubobmann der Wiener FP Johann Gudenus eingebracht. Der Vorwurf: Verhetzung. „Er hat wissentlich eine Unwahrheit verbreitet, um gegen muslimische Mitbewohner zu hetzen“, erklärt Sailer den Grund der Anzeige.

Es geht um ein Internet-Posting zu einem Vorfall bei einer PR-Aktion einer Kufsteiner Interspar-Filiale, das Gudenus auf seiner Facebook-Seite geteilt hatte. „Der Nikolaus musste unter Begleitschutz aus dem Einkaufscenter gebracht werden, weil sich Islamistische (sic) Mitbürger gestört gefühlt haben!“, hatte ein Kufsteiner geschrieben. „FPÖ-Mitarbeiter haben mit dem Nikolo gesprochen und mir bestätigt, dass das so war“, erklärt Gudenus auf Nachfrage.

Laut Spar-Filialleiter Stefan Hofer ist allerdings nichts an den Behauptungen dran. Jugendliche hätten die Veranstaltung gestört. Es sei zu einem Gedränge gekommen, weswegen der Event abgebrochen wurde. „Aber es gab keinen islamistischen Akt.“ Im Nikolo-Kostüm steckte übrigens einer von Hofers Mitarbeitern.

Bis zu 10.000 Leser

Gudenus hatte den Screenshot von dem Posting zwischenzeitlich von seiner Seite genommen, dann jedoch wieder platziert und dazu aufgerufen, es weiter zu teilen. Sailer schätzt, dass es inzwischen 5000 bis 10.000 Mal gelesen wurde.

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