Tankstellenbetreiber Sabotnig hat die Polizei per Megafon zum Rückzug aufgefordert – vergeblich.

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Kärnten
05/10/2016

GTI-Treffen: Polizeieinsatz bei Tankstelle hat Nachspiel

Wirbel. Betreiber und Exekutive mit Vorwürfen.

von Thomas Martinz

Als ruhigstes GTI-Treffen seit Jahrzehnten sollte die am Sonntag zu Ende gegangene 35. Auflage in Erinnerung bleiben. Und doch sorgt nun eine Auseinandersetzung zwischen Auto-Enthusiasten und der Polizei für Nachwehen. Nachdem in sozialen Medien der Vorwurf laut wurde, dass in der Nacht auf Sonntag die Lage bei der Sabotnig-Tankstelle am Keutschacher See eskaliert wäre, legt nun Tankstelleneigner Franz Mario Sabotnig nach und beschuldigt vier Beamte, sie hätten Pkw-Fans verprügelt. Die Polizei widerspricht und wird Sabotnig anzeigen.

Abgespielt hat sich der Zwischenfall Samstagnacht. Verbürgt ist ein Gummi-Gummi-Duell zweier Autolenker und das Einschreiten der Polizei. In der Folge gehen die Aussagen auseinander: "Die Show war beendet, als 30 Beamte die Tankstelle stürmten und auf Fans einschlugen. Vier Polizisten waren gewalttätig, ich kann sie identifizieren. Sie haben Menschen mit Schlagstöcken verprügelt, sie mit Stiefeln getreten, sie mit Kabelbindern gefesselt und verletzt", sagt Sabotnig. Weil die "Polizeigewalt" bei der Zapfsäule stattgefunden habe, habe er per Megafon die Exekutive ersucht, die Tankstelle zu verlassen. "Es war Restbenzin in der Zapfsäule. Durch Funkenflug wäre das leicht entzündbar."

"Kabelbinder üblich"

Die Polizei spricht von 150 Zuschauern und stellt den Einsatz anders dar. "Explosionsgefahr bestand nur wegen des Gummi-Gummi-Duells, an den Vorwürfen ist nichts dran", sagt Polizeisprecher Rainer Dionisio – mit einer Einschränkung: "Weil fünf Männer der Wegweisung nicht Folge leisteten, wurden sie festgenommen. Es ist durchaus möglich, aber auch üblich, dass dies unter Mithilfe von Kabelbindern geschehen ist."

Sabotnig wird wegen "Anstiftung zu einer Verwaltungsübertretung" angezeigt. Auch eine gewerberechtliche Prüfung der Tankstelle steht ins Haus, weil am fraglichen Abend Dutzende Personen am Tankstellenareal geraucht haben sollen.

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