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Chronik Österreich
07/15/2022

Großbrand in Salzburger HAK: Über 500 Schüler siedeln in Container

Schwer beschädigtes Gebäude muss nicht abgerissen werden. Die Zeit bis Schulbeginn im Herbst drängt.

Nach dem Großbrand in der Handelsakademie I in der Stadt Salzburg am vergangenen Montag steht nun fest, dass das durch Feuer und Löschwasser schwer beschädigte Gebäude nicht abgerissen werden muss. Während der Sanierung des in den späten 1970er-Jahren errichteten Baus sollen die gut 510 Schülerinnen und Schülern und 50 Lehrkräfte für zwei Jahre in Container am Sportplatz der Schule übersiedeln. Für die Errichtung braucht es jedoch noch eine Bewilligung von Seiten der Stadt.

Denn die Sportanlagen sind im Flächenwidmungsplan als Grünland ausgewiesen. "Wir hoffen auf eine Ausnahmegenehmigung aufgrund des Katastrophenfalls", teilte Bildungslandesrätin Daniela Gutschi (ÖVP) am Freitag nach einem Treffen mit Bildungsdirektion, den Schuldirektoren und der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) der APA mit. Die Gespräche mit der Stadt würden dazu bereits laufen. Organisatorisch unterstehen die Handelsakademien dem Bildungsministerium, der Schulerhalter ist der Bund.

Zeit drängt

Auf jeden Fall drängt die Zeit. Bis zum Start des neuen Schuljahrs sind es noch knapp acht Wochen. Die Container sollen bereits am kommenden Montag bestellt werden. Daneben müssen noch ein Fundament und die Ver- und Entsorgungsleitungen errichtet werden - und der Ersatzbau braucht ein Dach. "Wir gehen aus heutiger Sicht davon aus, dass sich das bis zum Schulstart ausgeht", sagte Gutschi. Falls die Zeit nicht reiche, könne man noch einen Antrag auf Verlängerung der Sommerferien um eine Woche einbringen.

Der Vorteil der Lösung am nahen Sportplatz sei, dass gemeinsam mit der benachbarten HAK II etwa Turnsaal oder Buffet genutzt werden können. Geprüft werde auch, ob etwa Computerräume der ebenfalls in der Nachbarschaft angesiedelten Berufsschule zur Verfügung stehen. Alternativ-Standorte am Parkplatz der Schule oder im nahen Lehener Park, wo in zwei Jahren ohnehin ein Container-Ersatzbau für die Sanierung einer Volksschule errichtet wird, seien aufgrund des notwendigen Raumbedarfs von rund 3.000 Quadratmetern nicht in Frage gekommen.

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