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Chronik Österreich

Graz: Virusinfektionen bringen Kinderklinik an die Grenzen

Derzeit gibt es einen Überbelag von 16 Kindern. Rund 200 statt Patienten müssen täglich in der Ambulanz versorgt werden.

12/06/2022, 02:20 PM

Aufgrund zahlreicher Influenza- und RS-Virusinfektionen ist die Grazer Kinderklinik an der Grenze ihrer Kapazität. Derzeit würden laut einer Aussendung des LKH-Universitätsklinikums täglich rund 200 Ambulanz-Patienten versorgt, normal seien es etwa 110 Patientinnen und Patienten. Obwohl Ressourcen aufgestockt wurden, werde es zu längeren Wartezeiten kommen. Außerdem bestehe im stationären Bereich ein Überbelag von 16 Kindern und Jugendlichen - Gangbetten sind nun die Folge.

„Um die Versorgung auch weiterhin bestmöglich zu gewährleisten, appelliert die Führung des LKH-Universitätsklinikum Graz nachdrücklich an alle Eltern von Kindern, die pädiatrische Ambulanz nur im Notfall aufzusuchen, sowie die Kinder gegen Influenza impfen zu lassen“, hieß es in der Mitteilung. Die Zahl der Patienten könnte bei erfolgter Grippeimpfung um 20 Prozent geringer sein. Jedes Kind, das Hilfe brauche, werde diese erhalten, wurde im Gegenzug beruhigt.

Der Großteil der rund 200 kleinen Patienten seien unter sechs Jahre alt und benötigen daher einen weitaus höheren Betreuungsaufwand. 29 sauerstoffpflichtige Kinder werden auf der Normalstation versorgt. „Um diesen enormen Ansturm zu bewältigen, wurden die personellen Ressourcen unter der Ärzteschaft und im Pflegeteam erhöht“, versicherte das LKH. Die Zahl der diensthabenden Ärztinnen und Ärzte in der Ambulanz wurde von vier auf sieben aufgestockt, das Pflegeteam habe hausintern Verstärkung durch Kolleginnen und Kollegen aus der Pflege sowie aus dem Bereich der Biomedizinischen Analytik bekommen.

Der administrative Medoffice-Dienst wurde ebenfalls personell erhöht, sodass die Ambulanzschalter nun 24 Stunden besetzt seien. Im stationären Bereich wurde das Pflegeteam um 15 Personen verstärkt, fünf davon kommen sogar von einem anderen Standort, nämlich dem LKH Graz II. „Durch diese Maßnahme konnten bereits mit 5. Dezember zusätzlich sieben stationäre Betten zur Verfügung gestellt werden und ab 9. Dezember werden weitere acht Betten betrieben“, kündigte das Krankenhaus an.

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