A police car passes past Bulgaria's National Revenue Agency building in Sofia

Symbolbild bulgarische Polizei

© REUTERS / DIMITAR KYOSEMARLIEV

Chronik Österreich
08/18/2020

"Giftcocktail" von Prostituierter: Österreicher tot in Bulgarien gefunden

Eine Prostituierte soll versucht haben, den Mann auszurauben. Bei der Dosierung der Medikamente dürfte sie sich verschätzt haben.

von Markus Strohmayer

Ein österreichischer Student soll laut bulgarischen Medienberichten am 8. August in einem Hotelzimmer in der Hafenstadt Varna von einer Prostituierten getötet worden sein. Laut ersten Ermittlungen verabreichte ihm die Verdächtige einen Drogencocktail. 

Die Leiche des 35-jährigen Österreichers, dem bulgarischen Nachrichtenportal dnews.bg zufolge handelt es sich um Mizgin H., dürfte bei der Erstinspektion keine Anzeichen von Gewalteinwirkung aufgewiesen haben. Die Ermittler stellten jedoch fest, dass Wertgegenstände im Zimmer des Mannes entwendet wurden. Vom Opfer, das an der Medizinischen Universität in Varna studiert haben soll, fehlten Dokumente, Laptop, Handy und Uhr. 

Botschaft bestätigt Ermittlungen

Eine anschließende Autopsie ergab, dass der Tod durch eine Überdosis verschiedener verschreibungspflichtiger Medikamente verursacht wurde, heißt es in dem bulgarischen Bericht weiter.

Die österreichische Botschaft hat mittlerweile bestätigt, dass in Bulgarien im genannten Zeitraum ein Österreicher gestorben ist und dazu derzeit polizeiliche Ermittlungen laufen. Zudem sei man in Kontakt mit den Angehörigen des Toten und den bulgarischen Behörden. Näheres wurde aus Datenschutzgründen nicht bekannt gegeben.

Verdächtige festgenommen

Der gestohlene Laptop und die Uhr wurden schließlich in einem Pfandhaus gefunden. Sie sollen dort von dem 34-jährigen Ludmil M. und dem 43-jährigen Radoslav M. aus der bulgarischen Stadt Ruse zu Geld gemacht worden sein. Die Männer wurden wenig später zusammen mit der 21-jährigen Prostituierten Reneta N., die ebenfalls aus der an der Donau gelegenen Industriestadt stammen dürfte, festgenommen.   

Die Frau soll es auch gewesen sein, die dem Österreicher den tödlichen Cocktail verabreicht hat. Angeblich hätte ihn das Gemisch nur ausknocken sollen, um dann mit der Beute zu entwischen. Ermittlungen zufolge soll das Trio diese Masche schön öfter angewendet haben.

Bei der Festnahme der Verdächtigen wurden verschiedene Arten von Drogen und zwei elektronische Waagen gefunden. Die beschuldigte Prostituierte soll zudem bereits Anfang August mit diesen Utensilien in einem anderen Hotel in Varna erwischt worden sein. 

Die drei Beschuldigten befinden sich derzeit in Haft.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.