Die Bachners wurden von Air Berlin ignoriert: Nach der Suchaktion fand die Familie das teure Gepäck selbst.

© /fam. bachner

Air Berlin in der Kritik
09/08/2014

Gepäck weg: Aufreibende Odysee für Flugreisende

Erst eine persönliche Suchaktion am Flughafen brachte das wertvolle Gepäck "ans Tageslicht".

von Michael Berger

Zehn Tage nach der Landung in Wien-Schwechat waren Koffer und Taschen noch immer verschollen. Erst eine verzweifelte Suchaktion der Familie Bachner brachte das etwa 10.000 Euro teure Gepäck ans "Tageslicht".

Am 27. August kam die Familie mit drei Kindern nach einer USA-Rundreise um 10 Uhr in Wien an. "Wir warteten auf neun Gepäcks-Stücke. Der Frust war riesig, als keines der Teile auftauchte", so Elisabeth Bachner.

Also war der Lost&Found-Schalter die letzte Hoffnung. "Nach einer Stunde gab uns eine Air-Berlin-Mitarbeiterin eine eMail-Adresse, Telefonnummer und ein Nachforschungsprotokoll." Zwei Tage später wurden ein Koffer, ein Kindersitz und das Skateboard geliefert.

Jetzt startete das Koffer-Drama erst so richtig. Denn im EDV-Suchprogramm war der Fall damit erledigt. Nach fünf Tagen Warten wurde ein eMail-Antrag an die Gepäckermittler-Zentrale in Schönefeld (Deutschland) geschickt. "Es gab keine Möglichkeit für einen Telefonkontakt. Feedback gab es auch keines", so Frau Bachner. Schließlich faxte die Familie Beschreibungen der fehlenden Koffer. Seitens Air Berlin kam keine Rückmeldung. Erst ein Facebook-Hilferuf weckte die Linie auf. "Man werde das Problem bearbeiten, hieß es", erklärt die Pensionistin. Anrufe bei der Fluglinie und am Airport wurden nicht entgegengenommen. Eine Schadensmeldung aber wurde an die Versicherung geschickt.

Nach zehn Tagen ohne Gepäck fuhren Bachner und ihr Schwiegersohn erneut zum Flughafen. "Dort riet uns eine genervte Air-Berlin-Dame, sich in den Hallen doch selbst umzusehen". Unter Hunderten von Koffern fanden sie dann ihr Gepäck. Bachner: "Es lag laut Anhänger seit acht Tagen herum, ohne dass wir informiert wurden. Jeder, der sein Gepäck vermisst, sollte zum Airport fahren, massiv Wirbel machen und selbst nachsehen." Der KURIER probierte über sechs Stunden lang, eine Stellungnahme von Air Berlin zu der Causa zu bekommen – und landete in der Telefon-Schleife.

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