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Chronik Österreich
02/27/2019

Gefahr auf der Alm: So viele Kuhattacken gibt es wirklich

Das Kuratorium für Alpine Sicherheit hat Zahlen für Unfälle mit Weidevieh erhoben: In zehn Jahren gab es zwei Todesfälle

von Christian Willim

Die tödliche Kuh-Attacke auf eine deutsche Wanderin im Jahr 2014 sorgt seit Tagen für Schlagzeilen. Die Frau war mit ihrem Hund auf der Stubaier Pinnis-Alm in Tirol unterwegs, als sie von einer Mutterkuh-Herde angegriffen und zu Tode getrampelt wurde. Nun hat das Gericht den Bauern zu Schadenersatz an die Hinterbliebenen der Urlauber verurteilt.

Die Zahl von Zwischenfällen mit Kühen hat in den vergangenen Jahren zugenommen. Dafür gibt es mehrere Gründe. Die Haltung von Mutterkühen, die mit Angriffen reagieren können, wenn sie ihre Kälber bedroht sehen, hat zugenommen. In fast allen Fällen sind Hunde im Spiel, die von den Tieren mit Wölfen gleichgesetzt werden.

Nicht nur die Zahl der Wanderer in Österreichs Bergen, sondern auch jene, die mit Hunden unterwegs sind, hat zugenommen. Das erhöht das Konfliktpotenzial.

Statistik zu Kuh-Unfällen

Doch wieviele Attacken von Weidetieren gibt es wirklich? Karl Gabl vom Kuratorium für Alpine Sicherheit hat nun eine Statistik erstellt, die er am Mittwoch auch bei einem Kuh-Gipfel in Innsbruck präsentiert hat. "Wir haben uns die vergangenen zehn Jahr angeschaut", sagt er.

Rund 30 Millionen Wanderer waren in diesem Zeitraum in Österreichs Bergen unterwegs. "Uns sind in diesen zehn Jahren 54 Vorfälle mit Weidevieh bekannt - mit und ohne Verletzte", sagt Gabl. Österreichweit gab es zwei Todesfälle - beide in Tirol.

Die Zahl der Alpintoten insgesamt beläuft sich in dieser Statistik auf 3000. Es gab 120.000 verunfallte Bergsportler, wovon 85.000 verletzt wurden.

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