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Chronik | Österreich
06/26/2019

Gasexplosionen der vergangenen Jahre

Gasexplosionen forderten in der Vergangenheit bereits einige Todesopfer.

Den Wienern ist wohl vor allem die Gasexplosion am 26. April 2014 in Erinnerung geblieben. In einem Wohnhaus in Wien Rudolfsheim-Fünfhaus manipulierte ein 19-Jähriger einen Gasherd, was  zur Explosion führte. Das Wohnhaus stürzte in der Folge ein. Der 19-Jährige wurde getötet, 13 weitere Personen wurden verletzt.

Am 12. Dezember 2013 brannte ein Wohnhaus in Dobl bei Graz ab, nachdem eine Butangas-Flasche explodiert war. Ermittler gehen bis heute davon aus, dass die Explosion vom 59-jährigen Anwohner ausgelöst wurde, der bei der Explosion starb.

Einsturz eines Mehrfamilienhauses

Am 3. Juni 2010 stürzte ein Mehrfamilienhaus in der niederösterreichischen Landeshauptstadt St. Pölten nach einer Gasexplosion teilweise ein. Fünf Menschen verloren bei dem Unglück ihr Leben. Ein älteres Ehepaar, deren Tochter, ihr Lebensgefährte sowie die Enkeltochter konnten nur noch tot geborgen werden.

Eine der wohl gravierendsten Explosionen ereignete sich im Jahr 1999 im niederösterreichischen Wilhelmsburg (Bezirk St. Pölten-Land). Neun Menschen starben beim Einsturz des Wohnhauses. Ein Blitzschutzmonteur hatte die Gasleitung angebohrt. Die zur Schadensbehebung eingesetzten Techniker der EVN wiederum hatten es unterlassen, die Gaszufuhr abzuschalten.

Weil die Wohnungen unzureichend überprüft worden waren und die Evakuierung zu früh aufgehoben wurde, kam es zur Explosion. Die Wucht war noch einige Kilometer weiter zu hören. 19 Familien standen nach dem Unglück ohne Bleibe da.

In den vergangenen Jahren gab es  zahlreiche weitere Gasexplosionen:

  • 9. März 2019: In Wien Meidling hatte eine Familie wohl gleich mehrere Schutzengel. In der Nacht auf den 10. März kam es zu einer Explosion in einer Wohnung. Laut Wiener Landeskriminalamt war die Ursache für die Explosion ein unsachgemäß entfernter Gaskonverter. Mieter und Vermieter kappten das Rohr samt Absperrventil, was schlussendlich zur Explosion führte.
  • 5. Dezember 2018: Auf der Döblinger Hauptstraße im 19. Wiener Gemeindebezirk wird ein 17-Jähriger schwer verletzt. Wegen Bauarbeiten kam es zu einem Gasaustritt, was in weiterer Folge zur Explosion führte. Rund 20 Wohnungen wurden evakuiert.
  • 20. September 2017: Ein Wohnhaus in Aspersdorf (Bezirk Hollabrunn, NÖ) explodiert. Eine Frau und ihr Hund werden dabei schwer verletzt. Grund für die Explosion war eine Gasansammlung in der Kanalisation. Diese gelang durch eine nicht angeschlossene Gasleitung in das Wohnhaus.
  • 26. Jänner 2017: Eine Explosion während eines Delogierungsversuchs in einem Haus in Wien Hernals fordert ein Todesopfer: Der Verwalter der Hinterhofwohnung stirbt. Ein erst ein Monat altes Baby in einer Nachbarwohnung erleidet durch herabstürzende Mauerteile schwere Verletzungen, zwei Männer werden ebenfalls schwerst verletzt. Der Verursacher der Explosion wird später zu lebenslanger Haft verurteilt
  • 9. Dezember 2013: Ausströmendes Gas verursachte die Explosion eines Hauses in Sankt Georgen am Längsee in Kärnten. Der Sohn der Hausbesitzerin dürfte das Unglück ausgelöst haben und wurde dabei getötet.
  • 31. Dezember 2011: In Wien-Donaustadt wurde ein Reihenhaus durch eine Gasexplosion und einem anschließenden Brand dem Erdboden gleichgemacht. Angrenzende Häuser wurden schwer beschädigt. In den Trümmern wurde die Leiche des 44-jährigen Hausbesitzers gefunden. Er hatte offenbar zuvor die Gaszufuhr geöffnet.
  • 11. April 2010: Ein 42-Jähriger löste in einem Einfamilienhaus in Fernitz bei Graz eine Gasexplosion aus. Angeblich wollte er seine Ex-Frau und sich selbst töten. Er wurde leicht verletzt, die Frau und ihre drei Kinder blieben unverletzt. Der Mann wurde im September 2012 wegen Mordversuchs zu zwölf Jahren Haft verurteilt.