Das Bergpanorama in Flachau: „Ein Traum“. Der Hermann: „So ein Sympathischer“. Rund 250 Fans waren restlos begeistert.

© Walter Schweinöster(5)

Flachau
06/29/2014

Gipfelsturm mit Herminator brachte Fans ins Schwärmen

Bei einer Wanderungzum Grießenkareck kamen Fans der Skilegende HermannMaier ganz nahe.

von Raffaela Lindorfer

Der Hermann. "Unser" Hermann. "So ein Sympathischer". Und "so fesch", schwärmen die Damen. Die Berglandschaft in Flachau, seiner Heimatgemeinde, "ein Traum". Rundum zufrieden wirken mehr als 250 Fans des "Herminators" bei der Wanderung zu den Grießenkaralmen am Samstag. Der Hermann – am Berg sind alle per Du, wird man aufgeklärt – freut sich auf "das angenehme Ende", und meint die Einkehr auf der Hütte. Wegen der guten Jause, gibt sich der 41-Jährige bescheiden, seien so viele Leute gekommen.

Dass die Skilegende nach ihrem Karriereende 2009 die Menschen noch derart begeistern kann, nennt man in Flachau den "Maier-Mythos". "Seine Karriere, dann sein Comeback nach dem schweren Unfall – er ist ein Vorbild für Jung und Alt", erklärt Tourismuschef Andreas Fischbacher. Flachau vermarktet seinen Lieblingseinwohner gut. Es gibt einen Hermann-Maier-Platz, eine Statue, Besichtigungen der Weltcup-Strecke und eine Galerie.

Maier, der mit seiner Frau und den Zwillingstöchtern in Flachau wohnt, gibt den touristischen Botschafter. Von mehr als einer Million Nächtigungen pro Jahr fallen zwei Drittel auf den Winter. Maiers Mission: Den Sommer ankurbeln. Die erste Fanwanderung 2013 zeige bereits Wirkung: Der Sommertourismus hat laut Fischbacher 30 Prozent zugelegt.

Familie wieder vereint

Bei einem Zwischenstopp auf halber Strecke zum Grießenkareck in 1991 Metern Höhe gibt es "Muas". Eine Flachauer Spezialität, ähnlich wie Kaiserschmarrn, und zur Freude des Herminators mit Kirschen. Zwei Frauen sprechen ihn beim Essen an: Simone und Andrea. Die Cousinen aus Niederösterreich haben einander 15 Jahre lang nicht gesehen. Weil sie beide Maier-Fans sind, haben sie sich zufällig hier getroffen. "Hermann, du hat unsere Familie zusammengeführt", erzählen sie ihrem Idol begeistert, und bitten um ein Foto. Am Gipfelkreuz will jeder eines mit ihm haben – das bedeutet Grinsen wie am Fließband. Der Hermann ist geduldig. Er freut sich schon auf seine nächste Skitour, die er bevorzugt während der Arbeitswoche unternimmt, erklärt er: "Da kann ich die Einsamkeit der Natur genießen. Ich habe ja nicht jeden Tag 250 Fans dabei."
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