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Chronik √Ėsterreich
03/14/2021

Drogen werden am liebsten auf dem Postweg geschmuggelt

Mehr als eine Tonne Drogen konnte 2020 aus dem Verkehr gezogen werden.

von Teresa Sturm

Khat, Cannabis, Heroin, Kokain sowie psychotrope und psychoaktive Substanzen entdeckte der Zoll bundesweit am häufigsten. Insgesamt wurde bei Suchtmittelaufgriffen 2020 mehr als eine Tonne Drogen konfisziert.

Von insgesamt 1.369 Kilo, 28.198 St√ľck und rund zwei Litern diverser Suchtmittel, die im Vorjahr aus dem Verkehr gezogen wurden, macht die Naturdroge Khat allein schon 1.130 Kilogramm aus. Von Cannabis beschlagnahmte man 180 Kilogramm. Bei nur einer Kontrolle Mitte Oktober wurden auf der A8 in einem Sattelzug 140 Kilogramm Cannabiskraut entdeckt.

Transport im Körper

Auch Kokain ist eine beliebte Schmuggelware. So wurde im September des Vorjahres ein Mann am Flughafen Wien Schwechat erwischt, der 1,9 Kilo davon schmuggelte. ‚ÄěDrogenkuriere nutzen zum Transport der Drogen oft auch ihren eigenen K√∂rper. Bodypacker nehmen mit dieser Art des Schmuggels ein hohes Risiko auf sich. Wenn ein P√§ckchen aufrei√üt, riskiert der Schmuggler sein Leben durch eine t√∂dliche √úberdosis‚Äú, hei√üt es dazu aus dem Bundesministerium f√ľr Finanzen.

In dem Fall wurde der 45-Jährige einer Untersuchung mittels Computertomografie im Spital unterzogen. Dabei sei laut Angaben des Ministeriums festgestellt worden, dass er 214 Behältnisse mit großteils Kokain, aber auch Heroin geschluckt hatte. Der Schmuggler wurde mittlerweile am Landesgericht Korneuburg zu vier Jahren Haft verurteilt.

Die meisten Drogen werden in √Ėsterreich aber nach wie vor via Post versendet. 91,62 Prozent der 2020 beschlagnahmten Suchtmittel wurden als Postsendung bef√∂rdert. Rund 4,61 Prozent kamen auf dem Luftweg, 2,04 Prozent auf der Stra√üe ins Land.

Drogen werden etwa bei Kontrollen im Briefzentrum Inzersdorf beschlagnahmt, die von den Z√∂llnern vom Zollamt Wien regelm√§√üig mit ihren Diensthunden durchgef√ľhrt werden. ‚ÄěMit den konsequenten Kontrollen treten die Z√∂llner dem st√§ndigen Anstieg der Suchtmittelkriminalit√§t √ľber den Postweg entschieden entgegen‚Äú, sagt Finanzminister Gernot Bl√ľmel.

Der Zoll √ľbergibt die Sendungen in weiterer Folge der Polizei, die dann die weitere Ahndung √ľbernimmt. Nach dem Suchtmittelgesetz sind unter anderem die Einfuhr, Durchfuhr und Ausfuhr von Drogen verboten.

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