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Chronik Österreich
09/01/2021

Diese Bundesländer starten mit dem dritten Stich

Niederösterreich, Oberösterreich und die Steiermark starten mit der dritten Impfrunde. Geimpft wird nur mit Pfizer und Moderna.

Die dritte Runde für die Corona-Schutzimpfung ist gestartet. Seit Dienstag impft Niederösterreich, zunächst sind ältere Menschen und Risikopatienten in Pflegeheimen und Kliniken an der Reihe. Ab Mitte September soll für alle ab 65 Jahren und Personen mit Vorerkrankungen die Möglichkeit auf den dritten Stich bestehen.

Die Auffrischungsimpfungen sollen bei diesen Gruppen sowie bei all jenen, die zuvor die Vakzine von AstraZeneca oder Johnson & Johnson erhalten haben, sechs bis neun Monate nach der Vollimmunisierung vorgenommen werden. Für alle anderen Personen ab 18 Jahren sei die Auffrischungsimpfung nach neun bis zwölf Monaten vorgesehen. Verabreicht werden sollen die Drittstiche vor allem in Arztordinationen, zudem steht das Angebot der Impfbusse bereit. Bei Bedarf könnten auch erneut Impfzentren eingerichtet werden.

In Oberösterreich gibt es den dritten Stich ab kommender Woche. Auch hier sind Alters- und Pflegeheime als Erstes dran. Sie können die Impfstoffe nach Bedarf bestellen. Das berichtete Landeshauptmannstellvertreterin Christine Haberlander (ÖVP) als Gesundheitsreferentin in einer Pressekonferenz am Mittwoch in Linz.

Das Land bereite auch in Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz wieder Impfstraßen sowie die Kooperation mit den niedergelassenen Ärzten für die Auffrischungsimpfungen vor. Für diese gebe es nun genaue Empfehlungen - je nach Risiko, Alter und Erstimpfstoff - zwischen sechs und neun Monate nach der Vollimmunisierung. Bei der Information der Geimpften sieht Haberlander die Österreichische Gesundheitskasse im Interesse ihrer Versicherten in der Pflicht. Auch die Krankenhäuser sollten ihre Patienten darauf hinweisen: "Jetzt wäre es soweit".

Auch in der Steiermark wird ab kommender Woche ein drittes Mal geimpft. Einzig zu klären sei noch das Honorar der impfenden Ärzte, das auch rückwirkend abgerechnet werden kann. "Wenn der Bund die Haftungshürde endgültig überwindet und bei der Honorierung sowie Dokumentation vollständige Klarheit schafft, wird auch das Projekt 'Dritte Impfung' gelingen", sagte Ärztekammervizepräsident Dietmar Bayer bei einem runden Tisch mit Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer. Die steirische Gesundheitslandesrätin Juliane Bogner-Strauß (ÖVP) kündigte an: "Wir starten so rasch als möglich mit den Auffrischungsimpfungen. Mit unserem dualen System aus Impfstraßen und niedergelassenen Ärzten, sowie der Anmeldeplattform Hippo werden wir sehr rasch die Auffrischungsimpfungen durchführen können." Sie hoffe, dass sich weitere Unentschlossene für eine Erstimpfung entscheiden.

In Salzburg geht es am kommenden Wochenende los. Den Start machen Hochrisikopatienten und jene Ärzte und Krankenpfleger in den in den Spitälern, die einer hohen Infektionsgefahr ausgesetzt sind. Ende September soll dann das weitere Gesundheitspersonal folgen - im niedergelassenen Bereich, aber auch wenn bereits sechs Monate seit der letzten Impfung verstrichen sind.

Im Burgenland wartet man laut ORF noch auf die Aufklärungsbögen des Bundes. Diese seien eine wichtige Voraussetzung, Fragen der Zulassung und Haftung seien noch ungeklärt, sagt Impfkoordinator Markus Halwax.

Soziallandesrätin Doris Kampus (SPÖ) warnte: "Die Entwicklung der Infektionszahlen der vergangenen Wochen zeigen uns eindringlich, dass wir die Corona-Pandemie keineswegs überwunden haben. Umso wichtiger ist es, dass sich möglichst viele Menschen dauerhaft schützen und somit auch einen solidarischen Beitrag für andere leisten."

Nur Pfizer und Moderna

Die Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus wird nur mit den modernen mRNA-Impfstoffen von Pfizer und Moderna durchgeführt. Eine entsprechende Empfehlung des Nationalen Impfgremiums hat Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) Mitte August veröffentlicht. 

Die Wiener Ärztekammer mahnte zuletzt zur Eile beim dritten Stich für Spitalsbedienstete. Diese sei noch nicht angekündigt worden. Mit der Organisation, die eine Durchimpfung in den Krankenhäusern ermögliche, sei "ehebaldigst" zu beginnen, hieß es.

Es wäre "fatal, wenn das Gesundheitspersonal nicht vor der vierten Welle mit der extrem ansteckenden Delta-Variante ausreichend geschützt ist und damit auch Patientinnen und Patienten gefährdet werden", mahnte Gerald Gingold, Vizepräsident der Wiener Ärztekammer. Würde die Impfung nicht erfolgen, wäre das "ein riskantes Spiel mit der Gesundheit aller Menschen in Wien."

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