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Chronik Österreich
12/23/2019

Das Wetter zu Weihnachten: Leise rieselt der Regen

Nass im Osten des Landes. Einzig der Westen hat vereinzelt Chancen auf weiße Weihnachten. Die Schneefallgrenze steigt.

von Kevin Kada

Der Traum von weißen Weihnachten ist im Osten Österreichs ist endgültig geplatzt. Wie Nikolas Zimmermann, Meteorolge bei Ubimet, erklärt, können die Menschen in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland am Heiligen Abend vom Schnee nur Träumen und müssen mit Nässe rechnen: "Am 24. Dezember wird es zwar eine Besserung zum heutigen Montag geben und es wird tagsüber in großen Teilen trocken sein, am Abend kommt dann aber wieder Regen."

Auch der 25. Dezember ist noch relativ unbeständig, deutliche Besserung gibt es dann am Stefanitag, so Zimmermann: "Da wird es auch zeitweise Sonne geben."

Schnee im Westen

Aktuell liegen in Osttirol, wo es im November noch Rekord-Schneemassen gab, sehr viel Altschnee. St. Jakob in Defereggen (Bezirk Lienz) ist der schneereichste Ort mit 72 Zentimetern.

In höheren Tallage gibt es laut Ubimet vor allem im Gebiet des Arlbergs in Vorarlberg zwischen 30 und 50 Zentimeter Schnee. In den Wintersportorten Hochfilzen und Saalbach sind es nur acht bzw. vier Zentimeter Schnee.

Wechselnde Schneefallgrenze

Die Menge an Niederschlag, die sich vor allem in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland als Regen zeigt, wird entlang der östlichen Nordalpen ab Salzburg zu Schnee. Rund um 600 Metern Seehöhe gibt es in der Nacht zum 24. Dezember ein paar Schneeflocken.

Danach steigt die Schneefallgrenze tagsüber aber auf 1.500 Meter an. Gegen Abend sinkt sie dann auf 1.000 Meter in den Nordalpen, ehe sie dann wieder die 600 Meter-Grenze erreichen soll, erklärt Zimmermann.

Bei den Temperaturen gibt es kaum Ausreißer. Nach den Höchstwerten in der Vorwoche hat sich die Temperatur wieder dem Mittelwert für diese Jahreszeit angenähert. "Doch die Schneefallgrenze ist für diese Jahreszeit noch relativ hoch", sagt Zimmermann.

Lawinengefar

In weiten Teilen Tirols und im Vorarlberger Arlberg-Gebiet bestand am Montag in höheren Lagen große Lawinengefahr der Stufe vier auf der fünfstufigen Gefahrenskala. Die frischen Triebschneeansammlungen bildeten dabei die Hauptgefahr, teilten die Lawinenwarndienste mit. Die Experten mahnten zu Vorsicht, da auch größere Lawinen bereits durch einzelne Wintersportler ausgelöst werden konnten.

Die Gefahrenstellen lagen vor allem oberhalb der Waldgrenzen im kammnahen Steilgelände. Am Arlberg gingen am frühen Montagvormittag bereits spontan größere Schneebrettlawinen ab. Mit Sprengungen seien mehrere gute Erfolge erzielt worden, so Andreas Pecl vom Vorarlberger Lawinenwarndienst.
Für Montag wurden in Vorarlberg und Tirol oberhalb von rund 1.000 Metern 10 bis 40 bzw. 30 bis 50 Zentimeter Schnee erwartet, dazu blies starker bis stürmischer Wind. Damit war in höheren Lagen mit einem weiteren Anstieg der Lawinengefahr zu rechnen.

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