Chronik | Österreich
02.11.2018

Das Wetter im Katastrophengebiet beruhigt sich am Wochenende

Bei Arbeiten im Lesachtal entgingen 40 Soldaten nur knapp einer Katastrophe.

Mit dem Wochenende kommt auch eine leichte Entwarnung für die Katastrophengebiete Kärntens und Osttirol. Der Wetterbericht verheißt Besserung, zumindest was den Regen betrifft. Nachdem es bis Samstagfrüh stellenweise noch einmal kräftig geregnet hat, soll es dann trocken werden. Aufgrund der Regenmengen von Freitag und Samstag besteht zunächst aber weiterhin die Gefahr von Muren und Hangrutschungen.

Neuen Regen soll es erst in der kommenden Woche geben. „Dabei ist aus aktueller Sicht nicht mit extremen Mengen zu rechnen. Am Montag und Dienstag kann es in Oberkärnten und Osttirol aber etwas regnen“, sagt Nikolas Zimmermann vom Wetterdienst Ubimet zum KURIER.

Massiver Steinschlag

Dass die Gefahr von Folgeschäden durch die heftigen Regenfälle nach wie vor groß ist, zeigte sich am Freitag im Kärntner Lesachtal. Ein massiver Steinschlag hätte um ein Haar 40 Soldaten des Bundesheeres getroffen. Die Soldaten hörten das Donnern der sich lösenden Felsen und konnten sich gerade noch in Sicherheit bringen. Ein Fahrzeug des Bundesheeres wurde schwer getroffen. „Das Bundesheer arbeitete sich in Richtung Maria Luggau vor – zur Abbruchstelle der Bundesstraße“, erklärte Johann Windbichler, Bürgermeister von Lesachtal. Am Hang oberhalb lösten sich die riesigen Felsblöcke. „Es war sehr kritisch. Es hätte Tote geben können.“ Steinschläge würden aktuell vermehrt auftreten, sagte Windbichler.

Außerhalb des Lesachtals gingen die Aufräumarbeiten am Freitag von den Regenfällen beeinträchtigt weiter. Im Gailtal werden die gebrochenen Dämme mit Unterstützung von Blackhawk-Hubschraubern des Bundesheeres geschlossen. Die komplette Renovierung der Dämme wird aber dauern und je nach Witterung möglicherweise erst im kommenden Frühjahr abgeschlossen sein.

Im Mölltal wird die Möll in ihr ursprüngliches Bett zurückgeführt, das wird noch bis Anfang kommender Woche dauern.

Auf der Salzburger Festung liefen die provisorischen Reparaturarbeiten unter Zeitdruck, nachdem Wind am Allerheiligentag das Dach von Abdeckplanen neuerlich abgedeckt hatte. Dachdecker, Zimmerer und Gerüstbauer brachten am Freitag neue, stabilere Planen an.