AK Oberösterreich gehackt: Daten aus Salzburg eventuell betroffen
Bei dem Cyberangriff am Montag auf die Arbeiterkammer (AK) Oberösterreich, bei dem Zugriff auf Daten erlangt worden war, könnten auch Daten von rund 270.000 Mitgliedern der Arbeiterkammer Salzburg abgefragt worden sein. Das berichtete die AK Salzburg am Dienstag in einer Aussendung.
„Es gibt kein Datenleck in der AK Salzburg“, erklärte Salzburgs AK-Direktorin Eva Stöckl. „Möglicherweise betroffen sind jedoch Salzburger Mitgliederdaten, die durch die AK Oberösterreich für das gemeinsame Mitgliederverwaltungssystem verarbeitet wurden.“
Kriminelle haben Spuren gezielt verwischt
Aufgrund gezielter Spurenverwischung durch die Angreifer könne derzeit nicht festgestellt werden, ob die Datensätze tatsächlich betroffen sind. Diese mögliche Datenschutzverletzung sei bereits an die zuständige Datenschutzbehörde gemeldet worden. „Wir werden die möglicherweise betroffenen Mitglieder in den kommenden Tagen informieren.“
In den Datensätzen seien neben Namen und Adressen des jeweiligen AK-Mitglieds auch der Betrieb sowie die Sozialversicherungsnummer enthalten. Informationen zum Gehaltskonto, E-Mail-Kontakt oder Telefonnummer seien in den möglicherweise betroffenen Datensätzen nicht enthalten beziehungsweise der AK ohnehin nicht bekannt.
Systeme der AK Salzburg kein Ziel der Angriffe
„Telefonnummern und E-Mail-Adressen werden durch die AK Salzburg nur bei direkter Kontaktaufnahme durch die Mitglieder abgespeichert und in einer separaten Datenbank geführt“, sagte die AK-Direktorin. Die Systeme der AK Salzburg seien zu keinem Zeitpunkt Ziel der Angriffe gewesen, „die darauf befindlichen Daten sind sicher“.
Die AK empfiehlt ihren Mitgliedern, in den kommenden Wochen besonders aufmerksam zu sein. Kriminelle könnten versuchen, mittels der postalischen Adressen an weitere Daten wie Bankverbindung oder Telefonnummer zu kommen. „Die Arbeiterkammer Salzburg sendet niemals Schreiben aus, in denen sie um Ergänzung von persönlichen Daten ersucht. Wir kontaktieren unsere Mitglieder aktuell auch nicht zu etwaigen Auszahlungen von Bonusaktionen, Gewinnspielen oder Ähnlichem“, erläuterte Stöckl.
Kommentare