CORONA: PK NACH KONSTITUIERENDER SITZUNG DES NEUEN OBERSTEN SANITÄTSRATS - REICH

© APA/HELMUT FOHRINGER / HELMUT FOHRINGER

Chronik Österreich
01/05/2022

Corona-Ampel: Österreich durch Omikron wieder großteils auf Rot

Die neue Variante ist mit 57 Prozent dominant. Das höchste Ansteckungsrisiko hat derzeit Tirol.

Die Corona-Ampel in Österreich ist aufgrund der sich rasch ausbreitenden Omikron-Variante wieder überwiegend rot. Die Corona-Kommission bewertete am Mittwoch die Bundesländer Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Tirol, Vorarlberg und Wien mit "sehr hohem Risiko". Das Burgenland, Kärnten und die Steiermark wurden mit "hohem Risiko" eingestuft.

Risikozahl

Ausschlaggebend für die Bewertung ist die Risikozahl, die neben den Neuinfektionen auch Alter der Betroffenen und Impfstatus berücksichtigt. Unter 50 liegt man im gelben Bereich, bis 100 geht die orange Zone des hohen Risikos, darüber beginnt der Höchstrisiko-Sektor. Die größte Risikozahl wies demnach Tirol mit 486,1 auf, gefolgt von Salzburg mit 252,7 und Wien mit 196,6. Das niedrigste Risiko bestand mit einem Wert von 78,1 in der Steiermark.

Bereits in der 52. Kalenderwoche des Vorjahres wurden österreichweit 5.568 Fälle der Virusvariante B.1.1.529 (Omikron) detektiert. Mit einem Anteil von 57 Prozent an allen getesteten Fällen mit verwertbarem Ergebnis (PCR-basiert oder sequenziert) ist die Omikron-Variante ab diesem Zeitraum die dominante Virusvariante. Das Konsortium ging - so wie in seiner vorhergehenden Einschätzung - davon aus, dass das Überschreiten des bisherigen Höchststands an gemeldeten täglichen Neuinfektionen von 15.000 Fällen im Laufe des Jänners erreicht werden wird. Gegen Ende des aktuellen Prognosehorizonts am 12. Jänner ist demnach bereits eine Überschreitung der 15.000 Fälle möglich.

Keine höhere Intensivauslastung erwartet

Trotz der steigenden Zahlen dürfte die Auslastung in der Intensivmedizin nicht steigen. "Die Beobachtungsdaten aus dem Vereinigten Königreich zeigen bisher keine Anstiege in der Anzahl der mechanisch beatmeten Patienten. Im bisherigen Pandemieverlauf wurden in Österreich in etwa 40 Prozent der intensivpflichtigen Patienten mechanisch beatmet", hieß es seitens des Konsortiums. Des Weiteren könne davon ausgegangen werden, dass sich der Anteil der doppelt geimpften und der jüngeren Personen am Infektionsgeschehen erhöht, was zu einer effektiven Senkung der ICU-Rate führe.

Diese Annahmen sind aber mit großer Unsicherheit behaftet. Aufgrund fehlender Datenverknüpfungen von Spitalsaufnahmedaten und dem epidemiologischen Meldesystem können für Österreich keine Auswertungen der tatsächlichen Hospitalisierungsraten gemacht werden.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.